Sie sang mit elf Jahren für den Kanzler, stand mit zwölf in der Carnegie Hall und nahm mit 14 ihre erste Platte auf. Das war in den Neunzigern. Die Töne purzelten damals aus Sandra Schwarzhaupt, die heute mit Nachnamen Caldéron heißt, einfach so heraus. Doch als Sandra älter wurde, kam da erstmalnichts mehr. Die Erwartungen an das Wunderkind waren zu hoch.

Am schwersten einzuschätzen war für DRadio-Wissen-Autor Martin Krinner die Rolle von Sandras Vater. Bei Kindern haben die Eltern immer großen Einfluss darauf, was ihre Kinder tun. Sandra Caldérons Vater hat sie zum Pop ermutigt aber er hat ihr auch geholfen, als sie sich später wieder auf klassische Musik konzentriert hat. Das Bild der armen Sängerin und dem peitschender Vater, ging für Martin Krinner deshalb nicht auf.