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Das sind doch gute Nachrichten: Die Schadstoffbelastung in der Luft hat deutlich abgenommen. Das hat das Umweltbundesamt mitgeteilt. Der Corona-Lockdown 2020 habe darauf nur einen geringen Einfluss gehabt. Als Hauptgrund gelten bessere Dieselautos und die Abgasnormen Euro 6.

Unsere Luft ist sauberer geworden, so das Ergebnis der aktuellen Messung des Bundesumweltamtes. Das heißt: Wir atmen weniger Schadstoffe ein, sagt Nadine Lindner aus unserem Hauptstadtstudio. Haben vor drei Jahren noch 57 deutsche Städte den zulässigen Jahresmittelwert beim Stickstoffdioxid überschritten, waren es im vergangenen Jahr deutlich weniger als zehn.

"Wir atmen weniger Schadstoffe ein. Das heißt es nämlich, wenn man sagt, die Luft ist sauberer geworden."
Nadine Lindner, Dlf-Hauptstadtstudio

Ist die Luft sauber, dann ist das natürlich auch gut für unsere Gesundheit. Denn Stickstoffdioxide können zum Beispiel Entzündungen in den Atemwegen hervorrufen, die Reizwirkung von Allergie-Auslösern verstärken und Krankheitswirkungen verschärfen, von Menschen die schon angeschlagen sind, so die Journalistin.

Bessere Dieselautos und Abgasnorm Euro 6

Stickstoffdioxide dürften auch für Dieselfahrerinnen und -fahrern in wenig guter Erinnerung sein, denn es war dieser Schadstoff, der die Fahrverbote ausgelöst und damit für viel Ärger gesorgt hat. Die Hauptursache für den Rückgang des Schadstoffs liege vor allem in besseren und saubereren Dieselfahrzeugen und der Abgasnorm Euro 6, so Nadine.

Der Corona-Lockdown im Frühjahr 2019 habe hingegen nur einen geringen Einfluss gehabt. Der Lockdown war mit rund einem Monat auch nicht allzu lang. Einige Menschen seien dann auch wieder von öffentlichen Verkehrsmitteln auf Autos umgestiegen.

"Die Hauptursache für die bessere Luft, vor allem beim Stickstoffdioxid, sieht man in besseren, saubereren Dieselfahrzeugen, vor allem die neuen Dieselfahrzeuge mit der Schadstoffnorm Euro 6"
Nadine Lindner, Dlf-Hauptstadtstudio

Nadine Lindner mutmaßt, dass die Dieselfahrverbote möglicherweise gelockert oder abgeschafft werden könnten. Die Fahrverbote seien schließlich nur das allerletzte Mittel gewesen, um saubere Luft zu schaffen. Luftreinhaltungspläne seien letztlich Sache der Kommunen und Länder. Eine Änderung von heute auf morgen sei nicht zu erwarten, die Chancen stünden aber nicht schlecht, dass Bewegung in die Sache komme.