Wenn wir schlafen, verlieren Synapsen bis zu 20 Prozent ihres Volumens. Trotzdem macht uns Schlaf auf Dauer nicht dumm. Er ist gesund.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich unser Hirn im Schlaf gesund schrumpft. Tests mit Labormäusen haben gezeigt, dass manche Synapsen, wenn wir schlafen, gewissermaßen etwas runterfahren. Die Wissenschaftler schätzen, dass das Gehirn priorisiert. Man kann das mit Aufräumen vergleichen: Was nicht so wichtig ist, wird rausgeschmissen oder nicht so sehr beachtet.

"Laut Studie waren von dem Schrumpfen besonders die kleineren, also mutmaßlich schwächeren Synapsen betroffen. Das hat vermutlich den Zweck, die Leistungsfähigkeit des Hirns zu erhalten."
Jan Bungartz, DRadio Wissen

Ganz präzise lässt sich der Nutzen dieses Synapsen-Schrumpfens für unser Hirn leider nicht benennen, da das Gehirn über etwa 100 Billionen Synapsen verfügt und das Zusammenspiel mit den Nervenzellen komplex ist.

Die Synapsen sind die Verbindungsstelle zwischen zwei Nervenzellen. Sie spielen bei Lernprozessen eine wichtige Rolle - und gerade da ist Schlaf ein wichtiger Faktor, denn nachweislich lernt das Gehirn auch im Schlaf.


Mehr zum Thema Lernen im Schlaf bei DRadio Wissen: