Beklemmung, Atemnot, Panik: Das fühlen manchen Menschen, wenn sie aufwachen und sich nicht bewegen können. Sie leiden an Schlaflähmung - in der REM-Schlafphase ist das ganz normal, beim Aufwachen sollte aber eigentlich alles vorbei sein. Über diesen Alptraum kommt jetzt ein Dokumentarfilm in die Kinos.

Morgens auf dem Rücken liegen und nicht mal den kleinen Zeh bewegen können - das kann direkt zur Panik führen. Bei manchen Menschen dauert diese Lähmungsphase bis zu zwei Minuten, erzählt der Schlafforscher Lennart Knaack. Die Ursache dafür ist unsere REM-Schlafphase. REM steht für Rapic Eye Movement. In dieser Schlafphase träumen wir am lebhaftesten. Unser Körper hat sich darum so eingerichtet, dass er die Muskulatur in dieser Phaser nicht aktiviert - ausgenommen davon sind die Herz-, Augen- und Atemmuskulatur.

"Der Hintergrund ist, dass wir unsere Träume nicht ausleben. Wir schützen andere und uns vor Schäden."
Lennart Knaack über die REM-Schlafphase

Voll bewusst, voll gelähmt

Bei manchen Menschen hält diese Schlafparalyse in der Aufwachphase an. Wenn wir aus dem Traumschlaf abrupt aufwachen.

"Unangenehm ist, wir sind bei Bewusstsein und können das überhaupt nicht einordnen und denken wir sind gelähmt."
Lennart Knaack über die gestörte Aufwachphase

Ruhig bleiben und sich denken, es wird gleich vorbei sein

Die Auslöser für die Schlafstörung sind vielfältig: Schlafmangel, Schichtdienst, Jetlag, Alkoholkonsum, viel Kaffee. Ein weiterer Faktor ist die Körperlage. Sie kann die Schlaflähmung in der Aufwachphase begünstigen. "In der Rückenlage tritt das häufiger auf als in der Seitenlage", sagt der Schlafforscher Lennart Knaack. Die Schlaflähmung ist ungefährlich, darum sollten Betroffene ruhig bleiben. "Man ist nicht vital bedroht. Und je ruhiger man bleibt, desto schneller ist die Paralyse durchbrochen."