Vielleicht mit das Schwerste bei Schmerzen ist, diese anzuerkennen. Sich einzugestehen: Ich kann gerade nicht alles machen. Das ist der erste Schritt eines achtsamen Umgangs mit Schmerzen. Wie wir das schaffen und wie es dann weitergeht, besprechen wir in dieser Folge Achtsamkeit.

Achtsamkeit kann uns auch dabei helfen, wenn es uns mal nicht so gut geht.

Achtsamkeit ist nicht: einen Kopfstand machen, grüne Smoothies trinken, eine teure Yoga-Leggins tragen und aussehen wie ein Model. Achtsamkeit hat nichts mit Trend, Hipstertum oder Style zu tun.

Achtsamkeit ist eine Art zu leben und diese Art kann uns auch in schweren Zeiten helfen, zum Beispiel wenn wir krank sind und Schmerzen haben.

"Zuallererst sollten wir auf jeden Fall erst mal anerkennen, dass wir krank sind und nicht so tun, als wären wir es nicht. Anerkennen und feststellen: Ich kann grad nicht alles machen, was ich vielleicht machen will. Das ist auch Achtsamkeit. Aber danach ist die Frage: Wie geht es weiter?"
Main Huong Nguyen, Psychologin über unseren Umgang mit Schmerzen

Schmerzen anerkennen

Moderatorin Diane und Main Huong sprechen diese Woche über Krankheiten, Schmerzen und darüber, wie wir alldem achtsam begegnen und dadurch jeden Tag unsere Lebensqualität steigern können. Der erste Schritt ist Anerkennen, der zweite Akzeptieren.

"Je länger man sich mit dem Thema Krankheit, Schmerz und Achtsamkeit beschäftigt und vielleicht Bücher liest oder Hörbücher hört, desto normaler wird der Gedanke, dass man irgendwie in die Akzeptanz kommen kann, dass das möglich ist. Normalerweise will ja niemand seine Schmerzen akzeptieren."
Diane Hielscher, Moderatorin, über die Notwendigkeit, Schmerzen selbst bei sich anzuerkennen

Der dritte Schritt bei Krankheit und Schmerzen: ein Notfallplan.

Die beiden sprechen darüber, was wir selbst für uns, unsere Gedanken, unseren Fokus und unser Wohlbefinden tun könnt, auch wenn wir denken, dass alles eigentlich schrecklich und aussichtslos ist.