Die Schokolade der Zukunft macht vielleicht nicht mehr ganz so dick. Jedenfalls ist es möglich, den Fettgehalt zu reduzieren, mit dem Ergebnis, dass man angeblich noch leckerere Schokolade bekommt. Ein großer Schokoriegel-Hersteller sponsort die Forschung.

Die Methode haben sich die Wissenschaftler sofort patentieren lassen: Mit Strom stellen sie eine Schokolade her, die 20 Prozent weniger Fett hat. Klingt erstmal toll! Aber von vorne. Normalerweise braucht man zur Verarbeitung von Schokolade viel Kakaobutter. Da ist viel Fett drin, damit alles schön flüssig bleibt. Mit dem neuen Verfahren übernimmt ein elektrisches Feld diese Aufgabe.

Strom in Fließrichtung der Schokolade

Wenn die Schokolade im flüssigen Zustand ist, wird sie durch ein elektrisches Feld geschickt. Dadurch ändert sich die Mikrostruktur und sie kann super verarbeitet werden. Wichtig ist, dass das elektrische Feld in Fließrichtung der Schokolade liegt. Durch diese Methode wird die ganze Masse flüssig und es wird weniger Schmiermittel, sprich Fett, benötigt. Fördergelder für diese Forschung kamen übrigens aus der Schokoladenindustrie.

"Mars hat da Geld rein gesteckt. Was ja auch nicht blöd ist, schließlich haben die ja auch ein Interesse daran, ihre Schokolade weiterzuentwickeln."
Kerstin Ruskowski, DRadio Wissen

In ihrem Fachartikel schreiben die Forscher ganz selbstbewusst, dass Schokolade mit ihrer Methode gesünder und leckerer wird. Leckerer mag sein und ist natürlich Geschmacksache. Die Begründung lautet, dass bei der fettreduzierten Schokolade der Kakaogeschmack stärker rauskommt. Aber die These mit dem gesünder - das wollen wir mal hinterfragen. Denn in einem Mars-Riegel stecken nicht nur 8,5 Gramm Fett, sondern auch 31,5 Gramm Zucker.