Egal, ob die Schotten am 18. September für oder gegen ihre Unabhängigkeit stimmen. Modisch sind die Schotten sowieso schon ganz weit vorne: Schließlich haben sie den Schottenrock erfunden.

Ein Blick in eine beliebige Modezeitschrift verrät: Ein Herbst ohne Karos geht gar nicht. Was bei uns aber erst im Herbst wiederkehrt, bedeckt in Schottland das ganze Jahr über die Oberschenkel traditioneller Herren. Was einen echten Kilt ausmacht, weiß Alexandra Hotz, ausgebildete Kiltmakerin:

  • 100 Prozent Schurwolle
  • vorne glatt, hinten zwischen 25 bis 30 Falten
  • Verschluss mit Lederriemen und Metallschließe
  • mit Karo-Muster oder einfarbig (keine Blümchen!)
  • gerader Schnitt

Trage Deinen Kilt mit Stolz!

Für einen traditionellen Kilt braucht Alexandra Hotz zwischen sieben und acht Metern Stoff, abhängig von Größe und Umfang des künftigen Kilt-Trägers. Entsprechend gut schützen die Schottenröcke aber auch gegen Wind und Wetter.

"Da ist ja hinten ganz viel Stoff, da kriegt man keinen kalten Popo."
Alexandra Hotz, Schneidermeisterin und ausgebildete Kiltmakerin

Für den traditionellen Schottenrock ist auch der Tartan wichtig, das Webmuster der Stoffe. "Jeder Tartan ist ganz speziell gewebt", erklärt die Kiltmakerin Hotz. Der Experte kann an ihm erkennen, welchem schottischen Clan sein Träger angehört. An dem Schnitt ändert sich aber nichts, jeder Clan trägt denselben Schottenrock-Schnitt. Und die Schotten sind stolz auf ihre Clans und ihre Kilts. "Vor allem bei offiziellen Anlässen oder bei Hochzeiten tragen die Männer ihren Kilt", erklärt Alexandra Hotz.

Marlis trägt heute Karo.
© DRadio Wissen | Julia Möckl
Marlis Schaum von "Schaum oder Haase" trägt zwar nicht wirklich einen Schottenrock, hat aber ein Herz für Karos.