Schickes Design, aktuelle Mode und natürlich die passende Größe. Das sind alles wichtige Kriterien beim Schuhkauf. Ob allergieauslösendes Chrom im Leder sitzt in der Regel aber nicht. Keine gute Entscheidung.

Damit wir irgendwann an den Füßen tragen können, was ansonsten Schweine, Kühe und Ziegen kleidet, werden Tierhäute in Ländern wie Bangladesch und Indien mit Chrom behandelt. Während des Gerbprozesses müssen die Arbeiter oft ohne Schutzkleidung mit krebserregenden Chrom-III-Salzen arbeiten, die in 95 Prozent der Fälle eingesetzt werden.

Lebenslange Allergien durch vergiftete Lederwaren

Aufgrund billiger Produktionsmethoden entsteht mit der Zeit Chrom-VI, das durch Hautkontakt lebenslange Allergien bei uns Verbrauchern auslösen kann. An den vergifteten Lederwaren verdienen fast zu einhundert Prozent die Markenunternehmen und der Einzelhandel.

"0,5 Prozent des Schuhpreises fließt in die Löhne der Menschen, die die Schuhe tatsächlich herstellen.“
Anton Pieper vom Südwind-Institut

Die Kampagne Change your Shoes vom Südwind-Institut will in den kommenden Jahren mehr über alternative Gerbmethoden herausfinden und sich für eine Kennzeichnungspflicht für chromgegerbtes Leder einsetzen. In den vergangenen Jahren mussten Schuhhändler Lederschuhe wegen erhöhter Chrom-VI-Werte vom Markt nehmen. Ebenfalls verseuchte Produkte nach einer Untersuchung von Stiftung Warentest waren Kinderschuhe und Arbeitshandschuhe.

"Müssen uns fragen: Brauchen wir in Deutschland pro Kopf wirklich fünf Paar Schuhe pro Jahr?"
Anton Pieper vom Südwind-Institut

Bevor also in der Zukunft neue Standards zum Schutz des Verbrauchers eingeführt werden, sollten wir unser Kaufverhalten noch mal hinterfragen. Bis dahin können auch pflanzlich gegerbte Lederschuhe Abhilfe schaffen. Dazu einfach auf das IVN-Zertifikat Naturleder und das Ecarf-Siegel achten.