Anton Dapont hat eine Biohof und bietet ein Modell an, bei dem Kunden ihr Schwein von der Geburt bis zur Schlachtung begleiten.

Anton Dapont bietet auf seinem Biohof Schweineleasing an. Das richtet sich vor allem an Menschen, die selber nicht den Platz und die Möglichkeiten haben, bei sich zu Hause ein Schwein zu halten. Sie können bei Dapont ein Ferkel acht Wochen nach der Geburt kaufen, das sie selber aussuchen. Um eine artgerechte Aufzucht zu garantieren, bleibt das Schwein weiterhin zusammen mit seiner Familie auf dem Biohof. Die Besitzer zahlen dann ein monatliches Futtergeld von 30 Euro und bestimmen mit, ob es nach sieben, acht, neun Monaten oder einem Jahr geschlachtet wird.

Das Tauch-Schwein

Die Schweinerasse, die Dapont auf seinem Hausberghof züchtet, heißt Turopolje. Es ist eine der seltensten Arten, in freier Wildbahn kommen diese Schweine nicht mehr vor. Sie sind nach der Region Turopolje in Kroatien benannt, die zwischen Zagreb und Sisak am westlichen Save-Ufer liegt. Es ist das einzige Schwein, das tauchen kann und sucht nach Muscheln am Flussgrund. Ein Merkmal, das dieses Schwein besonders auszeichnet: Es ist widerstandsfähig gegen viele gängige Schweinekrankheiten.

Geschäftsführer und Bauer

Anton Dapont ist eigentlich Geschäftsführer eines Recyclinghofes und arbeitet unter der Woche in München. Am Wochenende kümmert er sich dann um die Tiere auf seinem Biohof Hausberg. Sein Ziel ist es, biologisch Landwirtschaft unter Berücksichtigung von Permakultur, widerstandsfähigen Haustierrassen und im Einklang von Natur, Mensch und Tier zu führen.