Peter, 20, bleibt lieber noch zu Hause wohnen. Das ist günstig und bequem. Leandra, 21, ist bereits ausgezogen und lebt ohne die Eltern. Was sie schon gelernt hat: Dass Toilettenpapier zu Hause ist, ist keine Selbstverständlichkeit.

Peter ist 20 Jahre alt, studiert Sport und Bio auf Lehramt in Wuppertal, wohnt aber weiterhin bei seinen Eltern in Düsseldorf. Er würde schon ausziehen, wenn er das Geld hätte. Auf der anderen Seite: Warum eigentlich? Ist ziemlich bequem zu Hause. Und kostenlos.

Am Anfang des Studiums haben die Eltern noch gefragt: "Wie wars in der Uni?" Diese Fragen stellen sie inzwischen nicht mehr, das ist einfach Peters Welt.

Ungefähr die Hälfte von Peters Kommilitonen wohnt noch zu Hause, die andere in Studentenwohnheimen und WGs. Spätestens zum Master will Peter nach Wuppertal in Uni-Nähe ziehen.

Peter
"Irgendwann muss man von zu Hause ausziehen. Das gehört einfach dazu. Und ein bisschen Abstand zur Familie kann auch nicht schaden."

Leandra aus Köln, 21 Jahre alt, hat nach dem Abi ein Freiwilliges Soziales Jahr in Kapstadt gemacht. Gerade ist sie für zehn Tage auf Heimaturlaub bei ihren Eltern, danach geht sie zum Studium nach Stellenbosch, Südafrika.

Das Verhältnis zu ihren Eltern ist gut, aber ihre Mutter ist nicht ihre beste Freundin. Die Eltern haben sich nicht eingemischt in die Planung des Sozialen Jahres, haben sie in Kapstadt aber mal besucht.

In Südafrika erwachsen gewordenn

Sie sagt von sich: "Ich bin unglaublich erwachsen geworden in diesem Jahr. Ich verstehe jetzt einen Haushalt. Es muss ja zum Beispiel immer Toilettenpapier da sein." Jetzt, im Heimaturlaub, macht sie viel mehr im Haushalt als vorher, weil es inzwischen einfach selbstverständlich ist.

Leandra
"In der WG in Südafrika ging es dann los: Was essen wir? Wer kauft was ein? In der Zeit dort habe ich viel über mich selbst gelernt."