Brötchen, O-Saft und mehr... mit der Moderatorin, Schauspielerin, Autorin, Musikerin und Fußball-Expertin Shary Reeves.

Die Liste ihrer bisherigen Jobs ist lang: Moderatorin (Wissen macht Ah!, Cosmo TV), Schauspielerin (Marienhof), Profi-Fußballerin (Frauenbundesliga: SC 07 Bad Neuenahr), Musikerin (Hip Hop & Soul: Band "4 Reeves").

Die meisten kennen Shary von "Wissen macht Ah!" im WDR. Das erfolgreiche Format gibt es mittlerweile sogar in China - es wurde komplett kopiert, vom Studio bis hin zu den Moderatoren, hat Shary erzählt.

"Wir waren damals in China, als 'Wissen macht Ah!' dort vorgestellt worden ist. Die haben das tatsächlich hingekriegt, dass die Moderatorin genau so groß war wie ich. Und ihr Kollege trägt eine Brille wie Ralph."
Shary bei DRadio Wissen

Außerdem macht Shary viel Charity-Arbeit: Sie ist zum Beispiel als Botschafterin fur die Kindernothilfe und die Deutsche Krebshilfe unterwegs. Und war Botschafterin der FIFA Frauen-WM 2011. Und: Shary schreibt ab und an auch Bücher.

Shary ist nicht farbig

Ihr aktuelles Werk heißt "Ich bin nicht farbig" und kommt im Oktober raus: Shary ist bei einer kinderreichen Pflegefamilie in Köln aufgewachsen. Die Pflegeeltern machen keinen Unterschied zwischen ihren eigenen und ihren Pflegekindern – und auch nicht zwischen den weißen und den schwarzen Kindern. Shary kam also nie auf die Idee, dass sie „anders“ sein könnte – bis sie in die Schule kommt: Dort ringt sie um Akzeptanz und Integration. Und wird eine starke Kämpferin.

"Manchmal kommt es mir so vor, als sei mein Leben eine Aneinanderreihung zufälliger, unerwarteter Überraschungsmomente, die im Ganzen betrachtet so surreal wirken wie das Lächeln der Mona Lisa."
Shary in "Ich bin nicht farbig"

Mit elf Monaten kam sie zu ihren Pflege-Eltern, die sie selbst "Großeltern" nannte. Bis zur Einschulung mit sechs Jahren war sie dort. Dann plötzlich wollten ihre leiblichen Eltern sie wiederhaben - sie musste also die "typisch rheinischen Familie" verlassen.

"Das war der schlimmste Moment meiner Kindheit."
Shary über den Auszug bei ihren Pflegeeltern

Dann ging's ab ins Nonnen-Internat, dort herrschten strenge Regeln. Aber Shary nennt den Ort ihrer Ausbildung auch eine "Bilderbuch-Privatschule". Die Frage aller Fragen, die Shary natürlich verstehen wollte:

Warum hatten ihre leiblichen Eltern sie abgegeben?

" 'Es tut mir leid' sagte meine leibliche Mutter, 'ich musste arbeiten.' Als Kind versteht man eine solch fadenscheinige Ausrede nicht."
Shary in "Ich bin nicht farbig"