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Kaufen, was das Zeug hält, obwohl man das eigentlich gar nicht braucht? Das Internet und sein unerschöpfliches Angebot verleiten uns täglich dazu. Modeliebhaber Jan klärt uns im Gespräch über sein persönliches Shopping-Verhalten und seine Kaufsünden auf.

Viele von uns kennen das Gefühl, durch die endlosen Weiten der Online-Shops zu scrollen. Mit einem Klick landet das Objekt der Begierde dann im Warenkorb. Einer, der weiß, wie schnell man das wieder bereuen kann, ist Jan. Er liebt das Shoppen zwar, greift hin und wieder bei seiner Auswahl aber auch richtig daneben. Ein paar schwarze Pumps für 200 Euro sind mittlerweile längst in den Weiten von Jans Klamottensammlung verschwunden. Konkreter Aufenthaltsort: unbestimmt.

"Ich wollte sie eigentlich weiterverkaufen bzw. verschenken, aber ich finde sie nicht mehr. Ich habe sie ein halbes Jahr nicht mehr gesehen und weiß auch nicht, wo ich sie hingestellt habe."
Jan, Modestudent

Dass sein Shoppingverhalten krankhaft ist, glaubt Jan allerdings nicht. Gerade weil er in der Pandemie für andere Dinge wie Alkohol viel weniger Geld investiere, gönne er sich stattdessen lieber ein paar Klamotten. Selbst in Zeiten von Corona hat das hin und wieder einen netten Effekt. "Wenn man schick zum Supermarkt geht, fällt man auch ein bisschen auf."

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Schuhe - einer von Jans vielen Fehlkäufen.

Auf das richtige Shoppingbewusstsein kommt es an

Wie viele von uns hatte Jan mit Beginn der Pandemie zunächst begonnen, online mehr zu kaufen als zuvor. Inzwischen ist das aber nicht mehr so. Das liegt vor allem daran, dass er - vom Supermarkt abgesehen - wenig Möglichkeiten hat, die Klamotten zu tragen und anderen zu präsentieren. Außerdem kann er seit Corona seinem Job als Dragqueen auf der Bühne nicht mehr nachgehen. "Da ist also auch weniger Geld in der Kasse." Darum musste Jan umdenken.

"Ich glaube, dass ich inzwischen ein Auge dafür habe, was ich behalten möchte und was nicht."
Jan, Modestudent

Weil er als Modestudent außerdem weiß, welchen Wert Klamotten besitzen, hat sich sein Bewusstsein für Kleidung geschärft. "Ungefähr 25 Prozent schicke ich zurück. Den Rest behalte ich dann definitiv." Nichtsdestotrotz hat Jan beim Auspacken von den Bestellungen und beim Anprobieren der Klamotten seine kindliche Aufregung nicht verloren. "Das ist schon immer so ein kleiner Kick", sagt er.

Aber was mit bereits getragener Kleidung, bei der die Rückgabe gar nicht so leicht ist? "Bei mir selbst und meinem Freundeskreis ist Secondhand sehr beliebt", meint Jan. Er empfiehlt, die Klamotten lieber eine Nummer zu groß zu kaufen. So können wir sicher sein, dass sie uns passen, auch wenn sie kleiner ausfallen. Notfalls kann man sie immer noch zum Schneider bringen.

Übrigens: Plateauschuhe, Schlaghosen und Maxikleider sind laut Jan 2021 übrigens nach wie vor angesagt. Sogenannte Choker (Halsbänder) eher nicht mehr. Und die Farbe? Jan rät zu kräftigen Orange- und Gelb-Tönen.

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