Im Land von Tüv und Din-Normen fühlen wir uns sicher. Und so wiegen wir uns auch im Urlaub oft in einer trügerischen Sicherheit - weil uns manche Gefahren nicht bewusst sind. 

Im Alltag können wir Gefahren meist gut abschätzen. Diese Kreuzung ist unübersichtlich, am Bahnhof wird über die Lautsprecher vor Taschendieben gewarnt, und nachts schalten wir das Licht an unserem Fahrrad an. 

Im Urlaub hingegen lassen wir uns gerne mal auf das Unbekannte ein - und das gelegentlich auch mit einer nahezu halsbrecherischen Naivität. Besonders bei Aktiv- oder Abenteuerurlauben, beim Kiten, Raften, Snowboarden oder Backpacken - alles kein Problem. 

Auch Reiseblogger Dominik Mohr kennt das allzu gut. In letzter Zeit war er vor allem alleine in Afrika unterwegs. Er sagt:

"Meistens ist es einem nicht bewusst, welche Risiken existieren. In Afrika kommt kein Helikopter, der einen schnell aus der Situation rausholen kann, wenn mal was passiert."

Manchmal nehmen wir bewusst ein Risiko in Kauf, um uns an einem atemberaubenden Abhang vor beeindruckenden Landschaften zu fotografieren. Bis, ja bis, wir im Urlaub krank werden, uns durch zu große Risikofreude in Lebensgefahr bringen oder wirklich ein Unfall passiert. 

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"Die Reise ist ja selbst schon ein Abenteuer. Wenn ich mit dem Rucksack reise und nicht weiß, wie es weitergeht. Diese Situationen bewirken natürlich in Leuten auch, gewisse Risiken einzugehen.“
Manuel Sand, Professor für Outdoorsport und Adventuremanagement

In brenzlige Situationen ist wohl schon jeder Backpacker mal geraten: Steve Hänisch - auch bekannt als Backpacker-Steve - saß beispielsweise einmal in einem klapprigen, überfüllten Reisebus in Südamerika, den ein möglicherweise betrunkener Fahrer mit Rekordgeschwindigkeit über eine Gebirgsstraße jagte. 

"Wenn man individuell reist, hat man natürlich niemanden, der einen an die Hand nimmt. Man muss dann halt viel auf sein klassisches Bauchgefühl hören."
Steve Hänisch, auch bekannt als Backpacker-Steve

Um Gefahren bei der Reise zu umgehen, reicht es oft schon, sich gründlich zu informieren. Sei es, dass wir die Aktuellen Reisewarnungen des Auswärtigen Landes lesen oder uns auf Reiseblogs schlau machen.

Wie wir unser Geld, unseren Pass und andere Wertsachen verstauen wollen, sollten wir uns vorher überlegen. Und die Handtasche oder den Rucksack immer so platzieren, dass wir ihn im Blick haben.

Ein bisschen Menschenverstand hilft auch: Einfach aufs eigene Gefühl hören - und sich in keiner Situation unter Druck setzen lassen, schnell eine Entscheidung zu fällen, mit der man sich nicht wohl fühlt. Sich die Zeit nehmen und darüber nachzudenken, von den beiden Restaurants, die zur Auswahl stehen, lieber das gut besuchte zu  wählen. Und wenn uns der Taxifahrer suspekt erscheint, einfach auf den nächsten warten.

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