In Schuhschachteln und Verpackungen von elektronischen Geräten finden sich kleine Tütchen mit Silika-Gel, das tolle Eigenschaften hat. Also: Nicht wegwerfen, sondern für feuchte Notfälle aufbewahren.

Die kleinen Tütchen mit Silika-Gel, die zum Beispiel in Schuhkartons oder Elektrikgeräten die Feuchtigkeit binden sollen, sind drei mal zwei Zentimeter groß und wiegen ein Gramm. Darin befinden sich ein paar Kügelchen, die zu 99,9 Prozent aus Quarzsand bestehen, erklärt Phillip Päplow. Er arbeitet für die Firma Thormar, die Silika-Gel herstellt.

Das Erstaunliche an den Kügelchen ist, dass sie hoch porös sind wie eine Schwamm. Ein Ein-Gramm-Beutel kommt so auf eine Oberfläche von 600 bis 800 Quadratmetern. An dieser Oberfläche wird die Feuchtigkeit gebunden.

Trockenlegen mit Silika-Gel

Wer zu Hause irgendwo ein Problem mit Feuchtigkeit hat, kann dort das Silika-Gel deponieren:

  • Steht der Werkzeugkasten in einem feuchten Keller, kann das Werkzeug darin rosten. Ein paar Silika-Gel-Tütchen rein, und alles bleibt rostfrei.
  • Auch bei beschlagenen Scheiben im Auto helfen die Kügelchen, allerdings muss man dann schon ziemlich viele Beutel deponieren.
  • In der Sporttasche nimmt das Silika-Gel den feuchten Schweiß auf und sorgt so dafür, dass es in der Tasche nicht anfängt übel zu riechen.
  • Fällt das Handy ins Wasser oder ein Getränk wird darüber ausgekippt, dann solltet ihr es sofort ausschalten, den Akku herausholen und das Handy gut trocknen. Dann legt ihr es in viel Silika-Gel und lasst es dort einen Tag liegen. Danach lässt sich das Handy wahrscheinlich wieder einschalten.

"Entfeuchten" im Backofen

Vollgesogenes Silika-Gel lässt sich im Backofen bei 120 Grad wieder trocknen. Das getrocknete Silika-Gel könnt ihr dann in einem Gefäß wie einem Marmeladenglas aufbewahren, das sich dicht verschließen lässt. Und das Schöne an dem Silika-Gel: Es ist vollkommen unbedenklich. So unbedenklich, dass es sogar in Lebensmitteln verwendet wird.