"Der krasseste und lustigste Mensch im Showbiz", das sagt Schauspieler Kida Ramadan über Sinan Akkus. Der ist Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur. Am Donnerstag (22. Januar) läuft sein neuer Film an: "Drei Türken und ein Baby". Sinan ist zu Gast im Studio - und wirklich lustig.

Am Donnerstag (22. Januar) kommt "Drei Türken und ein Baby" in die deutschen Kinos. Im Mittelpunkt stehen drei Deutsch-Türken, die Brüder sind. Alle drei sind nicht so ganz alltagstauglich und plötzlich mit einem Baby konfrontiert. Sinan Akkus hat das Drehbuch geschrieben und führte Regie. Es ist eine Komödie, die vor allem unterhalten will - auch mit vielen Klischees. "Zu einer Komödie gehören einfach Klischees, die sind lustig", sagt Sinan.

Am Set sei er wahnsinnig konzentriert, sagt Sinan. "Ich will das absolute Maximum rausholen", sagt er. "Ich weiß, dass die Szene später nicht wiederholbar ist." Und Sinan kennt auch die andere Seite, er ist auch Schauspieler. Er war zum Beispiel in der ersten Staffel von Stromberg zu sehen.

"Drei Türken und ein Baby"

In seinem aktuellen Film "Drei Türken und ein Baby" ging es Sinan nicht um das Thema Integration und kulturelle Unterschiede. "Das ist eine ganz große Komödie, die soll die Leute zum Lachen bringen", sagt er. Es geht hier nicht um gesellschaftliche Problembewältigung. "Und die drei Figuren haben nichts türkisches. Sie leben nicht besonders türkisch oder deutsch", sagt Sinan über die drei Hauptdarsteller. Das sind Kostja Ullmann, der Celal spielt, Kida Khodr Ramadan als Sami und der Musiker Eko Fresh spielt Mesut.

"Aufgrund seines Aussehens kommt man schnell in den Topf des Islams mit rein."
Sinan Akkus, Regisseur und Schauspieler

Für die Filmbranche wünscht sich Sinan generell, dass Leute mit Migrationshintergrund eingesetzt werden, aber dieser Hintergrund im Film nicht thematisiert wird. Sein aktueller Film hätte dennoch funktioniert, da ist er sich sicher. Denn die Witze seien für jeden im Publikum verständlich, die Figuren nicht auf eine bestimmte Identität reduziert.

Auch im gesellschaftlichen Kontext wünscht sich Sinan, dass man irgendwann nicht mehr über den Migrationshintergrund spricht. Dass das Einsortieren aufhört. "Aufgrund seines Aussehens kommt man schnell in den Topf des Islams", sagt Sinan, der Atheist ist.