Auf ihrer Tour zwischen einem Auftritt in Paris und einem in Berlin hatte Singer-Songwriterin Sharon van Etten Zeit für einen Kaffee und ein Croissant mit Moderator Ralph Günther. Und für ein Gespräch über Mainstream, Unabhängigkeit und ihr neues Album.

Mainstream? "Das wird meine Musik sicher nie ganz." Aber Sharon van Etten hat auch keine Angst vor dem Mainstream. Ihr neues Album heißt "Are we there?", zum ersten Mal wird sie auf dem Album und auf der Tour durch eine Band begleitet - eine gute Erfahrung, denn "so fühle ich mich auf der Bühne nicht allein." Das neue Album hat sie komplett in Eigenregie aufgenommen - um unabhängiger von fremden Einflüssen zu bleiben.

"Shit. Im deutschen Radio kann ich sogar fluchen. Das gefällt mir."

"Ich liebe das deutsche Publikum", sagt Sharon van Etten - und dass obwohl es ihr manchmal auch ein wenig Angst macht. Denn ihr schwerstes Konzert hatte sie in Berlin. "Das Publikum war sehr still und ich dachte immer, die mögen mich vielleicht nicht. Aber nach dem Konzert kamen viele Leute zu mir und waren begeistert." Vielleicht war die Zurückhaltung des Publikums also ein Zeichen von Respekt, erklärt Sharon im Gespräch mit Ralph Günther.