Skifahren ist eine schöne Sache - in diesem Jahr aber schwierig bis unmöglich. Und wir sollten es auch erst gar nicht versuchen, nach Österreich oder in die Schweiz zu fahren, meint unser Reporter Till Opitz. An den Feiertagen kam es auf den Pisten dort teils zu großem Gedränge.

Viele Ski- und Snowboardfans kommen diesen Winter wohl nicht auf ihre Kosten: In Deutschland sind die Lifte komplett geschlossen, in den Nachbarländern gibt es Ausnahmen: In Österreich sind die Pisten für Einheimische offen, in der Schweiz nur in einigen Kantonen.

Abstand, Maskenpflicht und Beschränkungen in Liften

Wenn die Skigebiete offen sind, dann nur unter strengen Auflagen, sagt Till Opitz. In Österreich etwa müssen in den Gondeln und Kabinen FFP2-Masken getragen werden. Aber: Die wenigen Möglichkeiten locken dennoch sehr viele Menschen an.

Bilder aus Damüls oder Ischgl in Österreich sorgten in den Sozialen Netzwerken für Ärger. Massen an Menschen drängen sich vor den Liften - trotz Lockdown.

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Unserem Reporter vericherte der betroffene Seilbahnchef aus Damüls, das werde so nicht mehr vorkommen: Es gebe jetzt ein mehrstufiges, entsperrtes Anstehen - mit Abstand.

"Vom Allgäu bis in den Harz sind die Skigebiete geschlossen. Das bedeutet, in Deutschland fahren während des Lockdowns keine Gondeln und Lifte."
Till Opitz, Deutschlandfunk Nova

In Deutschland sind die Gondeln und Lifte gar nicht in Betrieb. In einigen Bundesländern dürfen die Betreiber ihre Pisten aber trotzdem beschneien oder Langlaufloipen spuren. Das lockte im sauerländischen Winterberg eine Menge Rodler an - die zu Fuß den Berg hochgelaufen sind (unser Foto oben), was aber nicht erlaubt ist. Es kam zu langen Staus auf der Strecke, die Stadt bat die Menschen über Facebook, nicht anzureisen.

Kaum Schnee, aber viele Touristen

Weder die Beschränkungen noch der wenige Schnee konnten die Rodler abhalten. Auch wenn in den Mittelgebirgen nur zwischen fünf und 15 cm Schnee lagen - über die Feiertage sind trotzdem viele Menschen zum Wandern oder Rodeln gefahren. Im Hohen Venn im deutsch-belgischen Grenzgebiet zum Beispiel stauten sich die Autos der Schneefans auf 14 Kilometern.

"Es ist nichts gegen frische Luft schnappen einzuwenden, wenn wir uns dafür weniger besuchte Nebenstrecken suchen und große Parkplätze und Orte meiden."
Till Opitz, Deutschlandfunk Nova

Frische Luft und Bewegung tun gut - und das sollten wir auch im Lockdown nicht vernachlässigen. Wichtig dabei ist, dass wir uns Nebenstrecken oder Orte suchen, die wenig besucht sind, meint unser Reporter.