Intime Berührungen, die aber nicht den Orgasmus zum Ziel haben. Kein Sport im Bett. Den anderen spüren. Das verstehen Yella und Samuel Cremer unter Slow Sex. Das Paar aus der Nähe von Lübeck erzählt in Eine Stunde Liebe, warum sie auf diese entschleunigte Form von Sex schwören.

Nach einiger Zeit in ihrer Partnerschaft herrschte bei Yella und Samuel sexuell etwas Flaute. Dann haben sie Slow Sex entdeckt. Das hat den beiden geholfen, Nähe und Intimität in der Partnerschaft wieder stärker zu spüren, sagen sie.

"Es geht darum, bewusst und absichtslos intim zu sein, sich zu entspannen."
Yella, Buchautorin und Coach

Sich intim zu berühren, sich zu streicheln und sich in die Augen zu schauen - ohne geil zu werden -, das ist die Idee von Slow Sex. Daher empfiehlt das Paar Slow-Sex-Neueinsteigern, erst mal keine Orgasmen zu haben. Nur dann könne eine Ausgeglichenheit und Harmonie entstehen, die konventioneller Sex so nicht bietet.

Yella und Samuel mit ihrem Buch "Liebe würde Slow Sex machen"
© Deutschlandfunk Nova
Yella und Samuel Cremer
"Für mich war es am Anfang total hart, Slow Sex zu lernen, weil der Orgasmus erst mal verboten war. Doch dann hat es Klick gemacht."
Samuel, Coach und Buchautor

Das Paar gibt seine Erfahrungen weiter. Im Buch "Liebe würde Slow Sex machen" geben Yella und Samuel eine Anleitung, wie Slow Sex erlernt werden kann. In Eine Stunde Liebe erklären sie das Konzept und die Gefühle, die durch Slow Sex entstehen - und was die Methode mit ihrer Beziehung gemacht hat.

Im Liebestagebuch diesmal Emma (Name geändert): Die Leipzigerin hat sich nach fast fünf Jahren von ihrem Freund getrennt - und entdeckt gerade ihre Sexualität neu.