Die Smartphone-Nutzung ist viel dramatischer, als viele es bisher angenommen haben. Das hat auch für Medienmacher große Bedeutung. Für viele bis Mitte 30 übernimmt das Smartphone alles - außer das Telefonieren.

In den vergangenen Tagen hat die South-by-Southwest-Conference stattgefunden. 30.000 Tech-Begeisterte aus der ganzen Welt haben sich in Austin (Texas) getroffen, um die aktuellen Digital-Trends zu diskutieren. Es drehte sich viel um künstliche Intelligenz, Augmented Reality, aber durch den neuen US-Präsidenten gab es eine ganz neue Ernsthaftigkeit.

Politisch wie nie

Die US-Tech-Szene steht im Ruf, neue Entwicklungen einfach zu bejubeln, doch in diesem Jahr war das Programm politisch wie nie und überall wurde auch die Frage nach dem Warum und der Verantwortung gestellt: Wem gehören die Daten? Wie wirkt sich das auf die Stabilität der Gesellschaft aus?

Auf einigen der mehr als 1000 Veranstaltungen wurde deutlich: Das Smartphone ist wichtig - und zwar viel wichtiger als es viele auf dem Schirm hatten. Im vergangenen Weihnachtsgeschäft sind in den USA erstmals online mehr Artikel über das Smartphone als über andere Geräte verkauft worden. Schon jetzt gibt es jeden Tag Uhrzeiten, zu denen mehr über das Smartphone verkauft wird, als über andere Rechner. 

Das Smartphone wird für viele Millennials, wie alle bis Mitte 30 bezeichnet werden, zum Über-Gerät, mit dem sie alles machen - außer zu telefonieren. Das Problem: Viele Journalisten und Redaktionen setzen noch zu wenig auf diese Entwicklung, wie auf der South-by deutlich wurde. Das ist auch eines der Themen, um die es bei unserem großen South-by-Southwest 2017 Rückblick in dieser Woche geht.

Daniel Fiene hat vor Ort auch einige deutsche Besucher getroffen und sie ihre Highlights verraten lassen. Ihr hört Eindrücke vom Madsack-Manager Wolfgang Büchner, T3N.de-Chefredakteur Stephan Dörner, Medialab-Bayern-Chefin Lina Timm und den Journalisten Richard Gutjahr und Ulrike Langer.

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