Smombies sind eine Gefahr im Straßenverkehr. Während sie auf ihre Smartphones starren, laufen sie bei Rot über die Ampel oder übersehen die Straßenbahn. Ein spezieller Unfallschutz soll das Schlimmste verhindern.

Die Finger und vor allem die Augen vom Smartphone zu lassen, fällt uns ganz schön schwer. Im Straßenverkehr kann das aber ziemlich gefährlich sein und schlimmstenfalls sogar tödlich enden. Laut einer Studie der Dekra nutzen 17 Prozent der Fußgänger ihr Smartphone, während sie die Straße überqueren.

In Köln und Augsburg wird in Pilotprojekten getestet, wie die Smombies, Menschen, die auf ihr Smartphone starren, vor schweren Unfällen geschützt werden können. Die Stadtwerke Augsburg haben in den vergangenen Wochen Bompeln, Boden-Ampeln, an Bahnübergängen installiert. Die acht roten LED-Lampen leuchten, sobald sich die Straßenbahn nähert. Die Bompeln sind im 60-Grad-Winkel angebracht, so dass sie mit gesenktem Kopf nicht übersehen werden können. In Köln werden die Bompeln ebenfalls an Haltestellen getestet, die von Schülern und Studenten stark frequentiert werden.

Apps gegen Unfälle

Daneben gibt es Apps, die für mehr Sicherheit sorgen sollen wie beispielsweise "Transparenter Bildschirm" für Android oder "Type While Walk" oder "Text and Walk" für IOS: Während wir eine Nachricht schreiben, ist die Kamera eingeschaltet, sodass wir im Hintergrund den Boden sehen.

"Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass du in Scheiße trittst oder in ein Loch fällst."
Donya Farahani, Netzreporterin

In Rexburg im US-Bundesstaat Idaho ist es laut Süddeutscher Zeitung seit 2001 verboten, SMS auf der Kreuzung oder Zebrastreifen zu schreiben. Bei Zuwiderhandlung kostet das 100 Dollar.

Schutz gegen Daten

Um Autofahrer davon abzuhalten, während der Fahrt SMS zu schreiben oder ans Telefon zu gehen, gibt es die App MYPASSI, die automatisch eine Antwort verschickt. Dafür muss man der App Zugriff aufs Telefon, Standort und Kalender erlauben, erklärt Netzreporterin Donya Farahani. Manche Apps belohnen Fahrer, die während der Fahrt ihr Smartphone nicht benutzen. So können Fahrer Punkte sammeln und Rabattcoupons einlösen. Damit Autofahrer vor hinter parkenden Autos hervorpreschenden Schulkindern gewarnt werden, gibt es die App Schulranzen. Die lässt sich aber auch für Eltern nutzen, wenn sie wissen wollen, ob ihre Kinder schnurstracks in die Schule oder von der Schule nach Hause gehen. Sie können per GPS-Ortung im Ranzen die Kinder tracken.