"SMS für Dich" hätte leicht platt und albern werden können. Doch im Gegenteil: Karoline Herfurths Regie-Debüt überzeugt mit starken Dialogen und Situationskomik. Außerdem in Eine Stunde Film: Fatih Akins "Tschick".

Es gibt so viele, höchstens durchschnittliche romantische Komödien, die aus deutscher Produktion jedes Jahr in die Kinos kommen. Oft sind sie weniger "romantische Komödien" als eher "kitschige Albernödien": platt, vorhersehbar und damit überraschungsfrei.

"SMS für Dich" ist anders. Der Film erzählt die Geschichte einer jungen Autorin (Karoline Herfurth), die ihren Verlobten bei einem Unfall verliert und sich auch nach zwei Jahren noch kein bisschen von dem Verlust erholt hat. Sie beginnt, dem Toten darüber zu schreiben - per SMS an dessen alte Nummer.

Doch die hat mittlerweile jemand anderes zugeteilt bekommen, der Journalist Mark (Friedrich Mücke). Der beginnt zu recherchieren. Drama trifft Romantik und Komödie zu beinahe gleichen Teilen, mit tollen Dialogen und akzentuierter Situationskomik. Ein mehr als gelungenes Regie-Debüt.

Karoline Herfurth zu Gast bei uns

Karoline Herfurth kennen wir seit über 20 Jahren aus dem Kino, und das mit gerade einmal 32 Jahren. Sie war eins das "Mädchen, Mädchen"-Mädchen, dann das Mirabellen-Mädchen in Tom Tykwers "Das Parfüm", und zuletzt war sie vor allem Lisi Schnabelstedt in den beiden "Fack Ju Göhte"-Filmen. Sie war 2012 auch schon die Regisseurin ihres gefeierten und ausgezeichneten, eigenen Kurzfilms "Mittelkleiner Mensch", ist mit "SMS für Dich" jetzt auch Spielfilm-Regisseurin und unser Gast in der Sendung.

Außerdem diese Woche neu im Kino: Die Verfilmung des Wolgang-Herrndorf-Bestsellers "Tschick", die moderne Tom-Sawyer-Verfilmung zweier 14-jähriger Außenseiter-Schüler aus Berlin-Marzahn, die sich mit einem geklauten Lada auf einen denkwürdigen Roadtrip Richtung Walachei machen. Inszeniert vom deutschen Kultregisseur Fatih Akin.