Gesalzen, gezuckert, knusprig, fettig oder frittiert: Junkfood erfüllt bestimmte Kriterien und erscheint uns dadurch besonders lecker. Aber nur weil etwas knusprig oder süß ist, heißt das nicht, dass es schlecht für uns sein muss. Ernährungsberaterin Maike Ehrlichmann empfiehlt leckere Alternativen zu Junkfood.

Wir hatten auf Instagram gefragt, ob ihr leckere und möglichst gesunde Alternativen zu Chips, Flips, Gummibären und Schokolade kennt. Eure Antworten reichten von Bananen mit Nussbutter über Datteln bis hin zu Gemüsesticks mit Quark. Einige eurer besonders leckeren Junkfood-Alternativen haben wir uns mit der Ernährungswissenschaftlerin Maike Ehrlichmann angesehen, die uns erklärt hat, welche Snacks aus welchen Gründen lecker schmecken und trotzdem gut für uns sein können.

"Ich liebe sie: Wenn sie gut gemacht sind, sind die gerösteten Kichererbsen leicht salzig, sie sind was zum Draufbeißen mit diesem Crunch-Effekt. Bei Junkfood haben wir das zwischendurch mal ganz gerne."
Maike Ehrlichmann, Ernährungswissenschaftlerin

Geröstete Kichererbsen geben den Crunch-Effekt

Die Ernährungsberaterin Maike Ehrlichmann mag geröstete Kichererbsen, weil sie sowohl knusprig als auch salzig sind. Sie müssten aber gut gemacht sein, sagt sie. Da Junkfood oft frittiert oder geröstet ist, kennen wir den Crunch-Effekt – wie Maike Ehrlichmann es bezeichnet – auch von ungesünderen Snack-Alternativen.

Die Kichererbsen sich recht kalorienarme Nährstofflieferanten, die uns außerdem noch mit Eiweiß, Eisen, Kalzium, Folsäure, Zink, Phosphor, Kalium und Magnesium versorgen. Die Ballaststoffe, die die Kichererbsen enthalten, sind gut für unsere Verdauung und wirken sättigend.

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Zuckersüßer Kaustreifen – getrocknete Mango

Auch gegen getrocknete Mangostreifen hat Maike Ehrlichmann nichts einzuwenden. Zwar enthalten sie viel Fruchtzucker, aber dadurch, dass es sich um ein konzentriertes Stück Fruchtfleisch mit vielen Ballaststoffen handelt, wird die Wirkung des Zuckers verlangsamt. Im Vergleich mit einer halben Tüte Gummibärchen gewinnen die Mangostreifen selbstverständlich haushoch, denn der Zucker aus den Gummibärchen schießt ungebremst direkt ins Blut, sagt die Ernährungswissenschaftlerin.

Grüner geht's nicht: Kohlrabiblätter-Chips

Maike Ehrlichmann hat selbst noch keine Kohlrabiblätter-Chips probiert, findet aber, dass sie gut zum Zero-Waste-Trend passen, weil wir ja nicht nur die Kohlrabi an sich, also das Gemüse verwerten, sondern auch die Blätter, die ansonsten im Müll landen würden. Kohlrabiblätter-Chips können uns auf keinen Fall schaden, sagt die Ernährungsberaterin. Sie hofft nur, dass die Leute, die sich die Mühe machen, selbst die Kohlrabiblätter zu verwerten, neben ihrer Gesundheit auch noch daran denken, Spaß beim Essen zu haben.

"Was ist das Problem beim 'Junk'? Junk heißt Müll und es geht darum, dass es oft aus minderwertigen Zutaten hergestellte industrielle Lebensmittel sind."
Maike Ehrlichmann, Ernährungswissenschaftlerin