Die Musik wird schneller, zumindest bei Instagram-Reels und Tiktok-Videos. Manche Musiker veröffentlichen diese Sped-up-Versionen mit ihren Alben gleich mit.

Sped-Up-Songs sind in letzter Zeit häufig zu hören, etwa bei Tiktok. Sie werden zum Beispiel unter Tanzclips gelegt. Häufig wird am Beat geschraubt, und die Songs werden deutlich schneller gemacht.

Manche Künstler*innen veröffentlichen selbst Sped-up-Versionen ihrer Titel. Beispielsweise brachte die Musikerin Summer Walker mit ihrem Album-Release direkt ein dazugehöriges Sped-up-Album raus.

Auch aus alten Songs werden Sped-up-Titel

Nicht nur aktuelle Songs werden gepimpt, auch ältere Sachen von zum Beispiel Britney Spears oder Michael Jackson. Da kann "Hit me baby one more time" schon ein bisschen wie von den Schlümpfen gesungen klingen.

Manchmal führt die Neu-Veröffentlichung der Sped-up-Versionen älterer Songs dazu, dass die Original-Titel wieder mehr gehört werden - eine Einnahmequelle für die Rechteinhaber.

"Die Original-Version kann schon schnell sein und auf Beats setzen, aber auch da wird für die Sped-ups noch mal mehr rausgeholt."
Justus Wolters, Deutschlandfunk-Nova-Reporter

Dass sich der Sped-Up-Trend generell auf unser Musik-Hörverhalten auswirkt, glaubt Conni Wonigeit aus der Deutschlandfunk-Nova-Musikredaktion nicht.

Viele Menschen nutzten Tiktok zum Beispiel gar nicht. "Und sie hören auch sehr gerne die Original-Songs in der Original-Lautstärke, und bis jetzt sind die noch in der Mehrheit."

  • Moderation:  Till Haase
  • Gesprächspartner:  Justus Wolters, Deutschlandfunk-Nova-Reporter