Sie heißen Skippy, Lotti oder Sammy und sind mehr oder weniger gefährlich: Sommerlochtiere. Eine seltene Art, die der schwachen Nachrichtenlage ihr Leben verdankt.

Im Sommer ist wenig los, weshalb es regelmäßig ausgebüxte Tiere in die Schlagzeilen schaffen. Unser Tierexperte Mario Ludwig stellt die Stars der letzten Jahre vor. Dieses Jahr dreht sich alles um Skippy, das Bennett-Känguru. Woher Skippy eigentlich stammt, konnte die Polizei bislang nicht ermitteln. Kein Zoo noch Zirkus vermisst Skippy. Die Polizei ist dem Känguru dicht auf den Fersen und will es möglichst bald in Gewahrsam nehmen. Schließlich könnte das sprungfreudige Tier eine Gefahr für den Straßenverkehr bedeuten. Bislang sind aber noch keine Unfälle bekannt geworden.

Dabei ist Skippy nicht einmal das einzige Känguru, dass sich wild in Deutschland herumtreibt (abgesehen von Marc-Uwe Klings Mitbewohner). Seit 2001 schlägt sich eine kleine Gruppe erfolgreich durch Mecklenburg-Vorpommern und ernährt sich rein vegetarisch von Blättern und Gräsern auf Feldern, in Wäldern und Gärten.

Vorsicht: Lotti und Suarez beißen!

Alligatorschildkröte
© dpa
Das gefährliche Maul einer Alligatorschildkröte.

Ganz anders dagegen ist Lotti. Die dreiste Alligatorschildkröte biss 2013 in einem bayrischen See einem Jungen die Achillessehne durch. Im vergangenen Jahr wurde Suarez noch rechtzeitig entdeckt, bevor sie zubeißen konnte. Den Namen hat die Schnappschildkröte dem urugayischen Fußballer zu verdanken, der seinem italienischen Gegenspieler bei der Fifa WM 2014 in den Hals gebissen hat.

Im Vergleich dazu sah Sammy gefährlicher aus als er war. Vor rund 20 Jahren machte der Kaiman einen Baggersee bei Dormagen unsicher. Die Gefährlichkeit Sammys stuft Tierexperte Mario Ludwig eher im Bereich eines ungezogenen Dackels ein.

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