Sophie Rosentreter hat den Traum vieler junger Frauen gelebt: Sie war Model und Moderatorin. Heute arbeitet sie mit und für Demenz-Patienten.

Eigentlich wollte Sophie Rosentreter Tierärztin werden. Dann nahm sie an einem Model-Wettbewerb im Fernsehen teil. Es war derselbe Wettbewerb in dem auch Heidi Klum entdeckt wurde. Sophie Rosentreter kam immerhin unter die Top Ten. Der Grundstein für eine Karriere als Model war gelegt. Später arbeitete sie dann als Moderatorin für MTV.

Sie hat das gelebt, wovon viele Mädchen träumen: um die Welt
jetten, immer top gestylt und ständig in Kontakt mit Stars aus dem Musik- und Filmbusiness. Klar, die Red Hot Chilli Peppers oder Marilyn Manson zu interviewen ist extrem cool, aber:

"Ich hatte nie das Gefühl, das ist mein Traumjob. Ich hatte nie das Gefühl ich bin angekommen."
Sophie Rosentreter über ihre Zeit als Model und Moderatorin

Ein etwas anderer Traumjob

Natürlich ist Sophie Rosentreter dankbar für all die Erfahrungen, die sie machen konnte. Aber das, was sie heute macht, gibt ihr einfach viel, viel mehr. Denn heute ist Sophie Rosentreter Ansprechpartnerin für Angehörige von Demenzkranken. 2010 hat sie das Unternehmen Ilses weite Welt gegründet, um über den Umgang mit Demenzkranken aufzuklären.

"Das was ich heute mache, das gibt mir so viel mehr Erfüllung. Das ist eine Befriedigung nach innen und nicht nach außen."
Sophie Rosentreter hat ihren ganz persönlichen Traumjob gefunden

Ilse, das ist der Name von Sophie Rosentreters Großmutter gewesen. Als Ilse an Alzheimer erkrankt ist, haben Sophie und ihre Mutter die Pflege übernommen. Neun Jahre hat Sophie Rosentreters Oma mit der Krankheit gelebt. Unter anderem in einem Heim. Weil dort die Menschen gerne vor dem Fernseher geparkt wurden, hat Sophie Rosentreter beschlossen, Filme zu machen für Demenzkranke.

Im Gegensatz zum normalen Fernsehprogramm, das so gar nicht in die immer langsamer und unstrukturierter werdende Welt der Demenzkranken passt, erreichen Sophie Rosentreters Filme die Patienten auf der emotionalen Ebene. Ein Nebeneffekt: die Patienten sind weniger gestresst. Das reduziert auch das Aggressionspotenzial, das bei dementen Personen in Folge der Zerstörung des Gehirns oft erhöht ist.