Sich aus Spaß kaputtlachen können außer den Menschen nur Affen. Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, dass Schimpansen das Mimikspiel aber noch feiner einsetzen. Sie lächeln.

Traumjob: Nach Sambia fahren und drei Monate lang Affen beim Lachen filmen. Das macht nicht nur gute Laune, sondern hat auch interessante Forschungsergebnisse hervorgebracht.

Stille Freude

Forscher der Universität Portsmouth haben durch ihre Beobachtung der Tiere nämlich festgestellt, dass neben dem lauten, gurgelnden und kreischenden Gelächter - das Affen beispielsweise beim Rumtollen von sich geben - sie auch ein sanftes Lächeln im Repertoire haben. Ganz ohne Geräusch.

Die britischen Wissenschaftler werten dies als Zeichen, dass es einen gemeinsamen Ursprung dieser Regungen von Mensch und Schimpanse gibt. Wenn ein Tier gezielt Mimik einsetzt – ganz ohne Laute – dann ist das ein bedeutender evolutionärer Schritt. Das Lächeln als Ausdrucksmittel erweitert die Kommunikationspalette enorm. Dafür benutzen Affen dieselben Muskeln und im Kern dieselben Bewegungsabläufe wie lachende Menschen.

Lacht nicht, sieht nur so aus

"Mein Hund lacht aber auch!“, könnte man jetzt anführen. Als Beweis gäbe es sicherlich zahlreiche Fundstücke aus dem Netz, auf dem fröhliche Tiere grinsen und gackern. Allerdings sieht es bei Vogel, Hund, Katze, Maus nur so aus, als würden sie lachen, um Spaß auszudrücken. Sie zeigen ihre Freude eher anders. Wirklich lachen – als Mittel des sozialen Austauschs – können nur einige Affenarten und der Mensch. Und jetzt sogar still lächeln.

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