Wardogs sind speziell ausgebildete Hunde, die im Krieg eingesetzt werden. Zuletzt hat ein Wardog aus den USA beispielsweise IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi in seinem Versteck aufgespürt.

In den USA werden Wardogs auch Herodogs genannt – und tatsächlich als Helden gefeiert. Wie zuletzt die Hündin Conan, die IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi in seinem Versteck jagte und letztlich so in die Ecke trieb, dass er seinen Selbstmordsprengstoffgürtel zündete.

Wardogs werden in den USA als Helden gefeiert

US-Präsident Donald Trump feierte die Hündin daraufhin in einem Tweet.

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Auch beim Einsatz der amerikanischen Spezialeinheit Navy Seals, die Osama bin Laden stellte, und letztendlich tötete, war ein sogenannter Wardog maßgeblich am Erfolg beteiligt.

Die meisten Wardogs, die von amerikanischen Kommandoeinheiten wie den Navy Seals eingesetzt werden, sind belgische Malinois. Eine extrem triebstarke, arbeitswillige und reaktionsschnelle Rasse, die stets eine hohe Einsatzbereitschaft zeigt und selbstständig mitdenkt.

Malinois sehen dem Deutschen Schäferhund sehr ähnlich, sind aber etwas kleiner und kompakter. Es gibt aber auch Kommandoeinheiten außerhalb der USA, die auf Deutsche Schäferhunde oder Labradors setzen.

Sprengstoff erschnüffeln und Personen aufspüren

Wardogs haben unterschiedliche Aufgaben. Zum einen sollen sie Sprengstoff in Form von Sprengfallen oder Minen erschnüffeln, zum anderen sollen sie aber auch bei Kommandounternehmen in verwinkelten Gebäuden oder unterirdischen Bunkersystemen versteckte Personen aufspüren, stellen und möglicherweise auch unschädlich machen.

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Wardogs werden lange ausgebildet

Die Ausbildung der Wardogs beginnt im Alter von 8 Monaten, dauert mehrere Jahre und ist ausgesprochen fordernd. Die Hunde lernen, ihre natürlichen Instinkte zu ignorieren und ausschließlich auf die Kommandos ihres Hundeführers zu achten.

Besondere Übungen sind:

  • Soweit aufs Meer hinauszuschwimmen, bis sie das Ufer nicht mehr sehen.
  • Die Hunde lernen, den Gefechtslärm von Gewehr- und Maschinengewehrfeuer zu ignorieren.
  • Sie können – ausgestattet mit einer speziellen Atemmaske – entweder alleine oder im Tandemsprung zusammen mit ihrem Hundeführer mit dem Fallschirm aus großer Höhe aus dem Flugzeug abzuspringen.

Nur ein Prozent der Hunde schafft es letztendlich in eine Eliteeinheit. Die anderen werden "normalen" Einheiten zugeteilt. Zurzeit dienen etwa 3000 Hunde in der US-amerikanischen Armee.

Kriegsausrüstung speziell für Hunde

Wie viel die Ausbildung eines Wardogs kostet, ist nicht bekannt. Das unterliegt der Geheimhaltung. Es gibt aber Gerüchte, wonach es mehrere Zehntausend Dollar pro Hund sind. Hinzu kommen Kosten für Spezialausrüstungen, wie zum Beispiel speziell zugeschneiderte, sehr leichte, aber auch schutzsichere Westen aus Kevlar.

Die Westen sind mit mobilen infrarotfähigen Kameras ausgerüstet, die es dem Hundeführer erlauben, auf einem kleinen Monitor auf eine Entfernung von bis zu einem Kilometer das zu sehen, was auch der Hund sieht. Außerdem ist der Hundehalter dank eines kleinen Lautsprechers in der Weste in der Lage, ständig mit seinem Hund zu kommunizieren und ihm Befehle zu erteilen.

Cairo, der Wardog, der an der Ergreifung des Terroristenführers Osama Bin Laden beteiligt war, trug zusätzlich noch sogenannte "doggels" – eine Googlebrille für Hunde, die als Augenschutz fungierte, aber auch mit einer Wärmebildvorrichtung ausgerüstet war.