Unsere Reporterin Anita Horn war unterwegs, um verschiedene Outdoor-Sportarten zu testen. Besonders überzeugt hat sie Spikeball – ein temporeiches Ballspiel mit einem flach aufgestellten Netz. Crunning - eine Mischung aus krabbeln und rennen – zählte hingegen nicht zu Anitas Favoriten.

Unser Reporter Anita Horn hat sich mit 50 Sportstudenten getroffen, um verschiedene Outdoor-Sportarten zu testen, die wir in diesem Sommer wahrscheinlich häufiger auf Wiesen und Feldern beobachten können.

Wie Spikeball funktioniert

Bei Spikeball stehen sich vier Spieler gegenüber, zwischen ihnen steht ein Netz, das wie ein Trampolin flach auf dem Boden aufgestellt wird. Die Spieler passen sich einen Ball zu, den die gegnerische Mannschaft nicht bekommen soll. Bei dem Netz handelt es sich um eine spezielle Sorte, die den Ball abfedern lässt.

Wer Aufschlag hat, schlägt dem handtellergroßen Gummiball in das Netz und dadurch hinüber zum Gegner, der auf der anderen Seite des Netzes steht. Der Gegner spielt bis zu drei Ballwechsel mit seinem Teampartner – so ähnlich wie beim Volleyball. Dann schlägt einer der beiden den Ball wieder in das Spikeball-Netz hinein, am besten so, dass es den Gegnern nicht gelingt ihn zu fangen.

Was wir für Spikeball benötigen

Ein Trampolin und einen handtellergroßen Ball. Das Trampolin für Spikeball besteht aus einem Stecksystem, kostet circa 55 Euro und passt in jeden Rucksack.

"Die Tschechen und die Engländer sind da sehr agil, auch die Belgier. Und im September sind die Europameisterschaften, die wir hier in Köln austragen. Es wird immer mehr."
Sören, Mitglied des 1. Spikeballclubs in Köln
Sportstudenten spielen Spikeball.
Spikeball macht Spaß, weil es temporeich ist.

Fußballgolf: Minigolf mit einem Fußball

Minigolf und Fußball haben in der Regel wenig mit einander gemein – absehen davon, dass wir für beide Sportarten einen Ball brauchen. Fußballgolf ist dem normalen Fußball recht ähnlich: Wir schießen den Ball, statt ihn mit einem Schläger zu schlagen.

Was wir für Fußballgolf benötigen

Um Fußballgolf zu spielen, können wir in eine Fußballgolf-Anlage gehen, aber es geht auch ohne. Fußballgolf lässt sich auch im Park spielen – alles, was wir brauchen sind Fähnchen und ein Ball und schon können wir losspielen. Das geht zu zweit oder auch zu zehnt.

"Was man dafür braucht sind Stöcke, eine Fahne als Ziel oder eine Mülltonne. Bei uns spielt man durch Hindernisse, Zaunlöcher, eine Torwand, aber das Ziel ist immer ein Loch, wie beim Golf eben."
Yannick spielt gerne Fußballgolf

Ausdauersport Crunning

Wer nicht so auf Ballsportarten steht und Ausdauersport bevorzugt, kann sich mal an Crunning wagen. Crunning ist eine Mischung aus Laufen – "running" - und Krabbeln "crawling" und kommt ursprünglich aus Australien.

Wie Crunning geht

Wir laufen auf allen Vieren, das heißt mit Händen und Füßen, ohne dass die Knie den Boden berühren.

Was wir dafür brauchen

Eigentlich nichts. Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Anita Horn empfiehlt Anfängern aber einen Helm und Handschuhe.

"Der Gorillagang mit den Fäusten am Boden schafft eine leichtere Fortbewegung, vor allem bergauf. Das ist natürlich ungewohnt und die Hände verzeihen dir das am Anfang auch nicht, aber Du kannst auch die Handinnenflächen nehmen und du kommst zügig voran."
Micha, Sportler