Einen kleinen Knall hat doch jeder von uns. Und damit wir unseren Tick nicht für uns behalten müssen, hat der Blogger Christian Brandes Spleen24 ins Leben gerufen. Damit hat er einen Nerv getroffen. Täglich wächst seine skurrile Datenbank um gut 80 Einträge.

Was gibt es alles für Ticks und Marotten: Die einen ekeln sich vor Knöpfen. Mancher muss zwanghaft auf Zehenspitzen laufen, wenn er barfuß ist. Das Zerschreddern von Zeitungen wirkt auf einige sehr beruhigend. Wieder andere benutzen zum Aufhängen ihrer Wäsche ausschließlich gleichfarbige Wäscheklammern, verschiedene Klammerfarben an einem T-Shirt gehen gar nicht.

Christian Brandes sammelt Ticks auf Spleen24

Wir alle haben irgendwelche Ticks, die man getrost als ebenso bescheuert wir harmlos abstempeln könnte. Und der Blogger Christian Brandes liebt diese Spleens und sammelt sie auf seinem Tumblr Spleen24. Drei Kennzeichen hat er für einen guten Tick ausgemacht:

  1. Man würde ihn niemals seinen Bekannten erzählen
  2. Er ist vollkommen absurd
  3. Er ist sehr charmant

Geboren aus einer typischen Schnapsidee in der Silvesternacht hat Christian Anfang des Jahres mit seinem Tumblr begonnen. Erst hat er seine eigenen Spleens gesammelt, eigentlich mit dem Vorsatz sie sich endlich abzugewöhnen. Dann sind die Ticks von anderen hinzugekommen, bis heute hat er mehr als 5000 Marotten zusammen.

"Wenn ich abends mein Auto parke, muss ich immer leise 'Schlaf schön, bis morgen' sagen, sonst denke ich, mein Auto ist traurig weil ich nicht tschüss sage."

Den alten Vorsatz, seine eigenen Spleens loszuwerden, hat Christian längst verworfen. Seit es das Blog gibt, seien sogar noch ein paar neue dazu gekommen, gibt er zu. Schlimm ist das nicht, die meisten Spleens sind Rituale, die Sicherheit geben. Und alle, die sich bislang mit ihrer Macke allein fühlten, finden auf Spleen24 Gleichgesinnte.