Fit sein und Muskeln aufbauen, ist ja schön, aber wollen wir uns dabei irgendwelche Krankheiten einfangen? Besonders auf den Hanteln wimmelt es nur so vor Bakterien. Kriminalbiologe Mark Benecke würde total gerne mal im Freihantelbereich im Fitnessstudio ermitteln, sagt er im Interview.

Jeder Mensch hat auf dem Körper verschiedene Bakterien an ganze verschiedenen Stellen:

Würde sich Kriminalbiologe Mark Benecke eine der Hanteln im Fitnesstudio genauer anschauen, könnte er genau herausfinden, wer die zuletzt in der Hand hatte - anhand der Bakterien. Auf einer Hantel sollen sich bis zu 362 Mal mehr Bakterien tummeln als auf einer Klobrille.

"Wir leben in einer Welt von Gliedertieren und Bakterien. Da sind solche Mengen ganz normal. In unseren Augenbrauen haben wir kleine Milben, die 0,3 Millimeter groß sind, viel größer als Bakterien. Da haben wir ungefähr schon 2000 Stück im Gesicht."
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"Bakterien sind gut"

In Hanteln sammeln sich besonders viele Hautschuppen und Schweißreste, weil die Griffe geriffelt sind. Die Bakterien haben eigentlich nur den Job, diese Hautschuppen wieder zu zerlegen, erklärt Mark Benecke. "Sonst würde die Welt ja unter einer Schicht aus Hautschuppen ersticken."

Die meisten Menschen haben mit diesen Bakterien keine Probleme - es sei denn, sie haben eine Immunschwäche. "Wir Menschen sind bakteriell humane Superorganismen - wir haben 1,3 Mal so viele Bakterienzellen auf dem Körper wie menschliche. Da schadet es nicht, wenn wir ein paar Bakterien von anderen Leuten bekommen."

Bakterien verschwinden auch nicht so schnell, sagt Mark Benecke. Auf der Yogamatte überleben sie, solange dort Hautschuppen drauf sind. Das wiederum spricht für eine eigene Yogamatte

"Solange da Hautschuppen sind, fressen da auch Bakterien, wenn es ein bisschen feucht ist."
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