Alle zwei Jahre wird um die Wette umgegraben: Auf den Deutschen Meisterschaften im Leistungspflügen messen sich 38 Teilnehmer im Dreh- und Beetpflug. Pflügen klingt trivial, ist aber gar nicht so einfach.

Die diesjährigen Pflüg-Meisterschaften finden in Bad Dürrenberg in Sachsen-Anhalt statt. 38 Kandidaten treten auf 140 Hektar Rapsfeld gegeneinander an, die das Jahr über in Regionalwettbewerben in den einzelnen Bundesländern ermittelt wurden. Ihre Aufgabe: Eine bestimmte Ackerfläche sorgfältig umgraben, so dass am Ende kein Grashalm mehr auf dem Feld zu sehen ist.

Handwerkliches Geschickt für beste Furche

Aus jedem Bundesland dürfen zwei Dreh- und zwei Beetpflüger teilnehmen, erklärt DRadio-Wissen-Redakteurin Anna Kohn - denn es gibt zwei verschiedene Pflug-Arten: Der Beetpflug wendet die Erde nur auf einer Seite, meist nach rechts. Der Drehpflug hat Scharen - so nennen sich die Messer am Pflug - die den Boden links und rechts wenden.

"Die Pflüger müssen das handwerkliche Geschick haben, den Traktor zu beherrschen, den Pflug zu beherrschen - und das alles in Übereinstimmung mit der Bodenqualität."

Unter den Teilnehmern sind vor allem Techniker für Ackerbaumaschinen, Forst- und Landwirte, erklärt Manfred Böhm aus dem Vorstand des Deutschen Pflügerrats, der die Meisterschaften organisiert. Pflügen sei Teil der Ausbildung zum Landwirt, sagt Manfred Böhm. Wettbewerbs-Pflügen gibt es in Deutschland seit 1950.

"Er muss ganz geradlinig die erste Furche setzen - ohne GPS-Unterstützung."