Bouldern, Skaten oder Marathon. Wenn unsere riskante Körperertüchtigung so weiter geht, dann stufen die Krankenkassen ihre Versicherten bestimmt bald in Gefahrengruppen ein. Unsere Reporterin - sehr sportaffin - stellt sich das zumindest vor.

Der Multisport-Tarif plus Risikozuschuss plus Ungewissheitsoption. Gar nicht unwahrscheinlich, dass die Krankenkassen uns das bald um die Ohren hauen. Oder? DRadio-Wissen-Reporterin Anita Horn kann sich das jedenfalls lebhaft vorstellen und weiß schon jetzt, welche Ansagen ihr persönlicher Kassen-Berater demnächst macht.

"Multisport-Tarif plus Risikozuschuss plus Ungewissheitsoption. Ergibt einen Monatsbeitrag von plus 65 Prozent."
Krankenkassen-Schnösel

Unsere Reporterin kann es nicht glauben. Bislang hatte sie doch immer nur leichte Verletzungen - war dafür aber bewiesener Maßen kerngesund und topfit: kaum viszerales Fett! "Wo faule Säcke fast am Speck zwischen ihren Organen ersticken", regt sie sich auf.

"Wir haben einige Anrufe bekommen von Kunden, die mit ihrem erhöhten Sauerstoffverbrauch nicht einverstanden sind. Sie sehen sich bedroht in ihrer Freiheit zu atmen."
Krankenkassen-Schnösel

Ein top trainiertes Herz und keinerlei Ablagerungen oder Verkalkungen stehen bald den Spätschäden eines risikobereiten Sportlerlebens gegenüber. Das rechnet der Kassenbeamete unserer Reporterin genau vor. 

"Sie werden für ihre Leichtsinnigkeit büßen und richtig ordentlich drauf zahlen."
Krankenkassen-Schnösel

In Anita Horns fiktiver Laufgruppe sind sich die Sportler zumindest einig: Wenn sie demnächst sowieso alles selbst zahlen müssen, dann treten sie eben gesammelt aus und sparen sich die Krankenkassenbeiträge. Wäre vielleicht unterm Strich günstiger.