Falls ihr Lust auf meisterlichen Sport habt: In Konstanz wird dieses Wochenende die Fahne geschwungen. Bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften im Fahnenschwingen werden die besten Flaggen-Athleten Deutschlands gesucht.

Die Fahnenschwinger der Niederburg organisieren die Meisterschaften, die alle drei Jahre stattfinden. Es gibt Wettkämpfe im Historischen Fahnenschwingen, dann gibt es Einzelläufe und Duelle, in denen zwei Fahnenschwinger gegeneinander antreten, und schließlich stehen sich die Schwinger in Gruppen gegenüber. Bei den Wettkämpfen treten 120 Teilnehmer in neun Mannschaften an. Es kommen Teilnehmer aus Italien und Deutschland.

"Das ist ganz normaler Sport. Jedenfalls für uns."

Gerhard Schlaich, Vorsitzender der Fahnenschwinger der Niederburg, organisiert die Meisterschaften und tritt auch selbst an: "Für uns ist das ganz normaler Sport", erklärt er, "wenn auch etwas arg exotisch." Vor allem aber ist Fahnenschwingen wieder angesagt. Die Fahne kommt in Mode, auch in Deutschland kann sich geschwungen werden.

"Fahnenschwingen ist wieder in Mode. Wir schwingen repräsentativ für die Stadt Konstanz, für das Land Baden-Württemberg, auch mal für Deutschland. Das macht sehr viel Spaß."

Die Niederburger Fahnenschwinger dürften die Favoriten sein. Seit 1992 nehmen sie regelmäßig an Wettkämpfen teil. Seitdem haben sie eine schier unüberschaubare Masse an Trophäen gesammelt:

  • 41 x Weltmeister
  • 87 x Deutscher Meister
  • 183 x Landesmeister
  • 33 Weltrekorde

"Wir hoffen doch schwer, dass wir bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften 15 Titel erreichen", stellt Schlaich selbstbewusst fest.