Sportpsychologin Kathrin Seufert betreut den Nachwuchs beim VfL Osnabrück und weiß, dass die Psyche bei Fußballspielen ein entscheidender Faktor sein kann.

Leistungssportler stehen oft unter immensem Druck. Medien, Vereine und Fans erwarten von ihnen Höchstleistungen im Wochentakt. Dieser Druck kann für die Athleten heftige psychische Konsequenzen haben – aber er kann auch zum Erfolg verhelfen. Aus diesem Grund setzen Vereine vermehrt Sportpsychologinnen wie Kathrin Seufert ein. Sie betreut ab dieser Saison die Nachwuchsmannschaften des VfL Osnabrück.

"Die mentale Stärke ist sicherlich ein Faktor, der entscheidend sein kann. Das sieht man auch im Profibereich das da in der Sportpsychologie immer mehr aufgerüstet wird."
Kathrin Seufert, Sportpsychologin beim VfL Osnabrück

Kathrin Seufert kümmert sich um die jungen Spieler beim VfL, die sind zwischen 10 und 19 Jahre alt. Bei den Kleinen sei es wichtig, früh damit anzufangen, die psychologische Betreuung mit ins Training einzuflechten, damit sie später nicht völlig unerwartet auftauche. Die Psychologin arbeitet eng mit den Trainern zusammen – vor allem auf dem Platz und nicht auf einer Couch oder im Büro. "Das ist auf jeden Fall ein langer Prozess, den es braucht, damit die Jungs Vertrauen fassen, dass sie das Gefühl haben, wie der Physio, wie der Arzt, wie der Trainer gehören sie zum Team dazu", sagt Kathrin Seufert.

Nervosität muss auf einem positiven Level bleiben

Viele Fußballer sind vor einem Spiel aufgeregt. Kathrin Seufert sagt, ein bisschen Aufregung sei auch gut, sie könne zum Erfolg beitragen. Dabei sei es allerdings wichtig, dass das Nervositätsniveau nicht ins Negative umkippe. Dabei können Entspannungstechniken helfen, Übungen, mit denen sich die Sportler auf das Hier und Jetzt konzentrieren. "Und was ich bei den Kleinen auf jeden Fall möchte, ist, die eigenen Stärken zu stärken, zu sagen: 'Das haben wir alles schon erreicht. Das haben wir uns alles toll erarbeitet. Und deswegen freuen wir uns drauf, das auf dem Platz zeigen zu können'", erklärt die Sportpsychologin.

"Wenn man Fußball nicht mag, dann hat man auf jeden Fall ein Problem, weil die Abende und Wochenenden, die verbringt man immer auf dem Platz."
Kathrin Seufert, Sportpsychologin beim VfL Osnabrück

Kathrin Seufert unterstützt die Mannschaften auch beim Teambuilding oder sie betreut einzelne Spieler, wenn sie in die nächsthöhere Mannschaftsgruppe aufsteigen. Da stellt sich manchmal auch die Frage nach der Motivation oder etwa: 'Möchten meine Eltern das mehr, als ich das möchte?' Kathrin Seufert sagt, sie mag ihren Job. Und sie mag auch Fußball. Anders würde es gar nicht funktionieren, denn Abende und Wochenenden verbringt sie meistens auf dem Fußballfeld.

Wenn ihr mehr über die Arbeit von Kathrin Seufert erfahren wollt und auch über ihren Werdegang von der Leistungssportlerin zur Sportpsychologin, dann klickt oben auf den Play-Button und hört euch das gesamte Audio an.