Immer wieder lassen sich Stadtbienen an ungewöhnlichen Orten nieder: Fahrradsattel, Straßenschilder, Lüftungsschlitze am Auto. In solch einem Fall kommt Stadtimker Ralf Heipmann zum Einsatz und siedelt den Schwarm sorgfältig um. 

Aus 50.000 Insekten kann ein einzelner Bienenschwarm bestehen. Wenn sich eine Bienenkönigin an einem Ort niederlässt, folgen ihr die Bienen ihres Stamms. Zumeist geschieht das auf einem Baum, aber es kann auch schon mal vorkommen, dass die Bienenkönigin sich einen außergewöhnlichen Ort sucht. Dann wird Ralf Heipmann gerufen, denn der Stadtimker weiß, wie man einen Bienenschwarm fachmännisch umsetzt. 

Bestimmte Utensilien und Werkzeuge hat er immer dabei: Handschuhe, Handfeger, Wasser und die Kiste, die so groß ist, so dass der ganze Schwarm hineinpasst. Besonders einfach ist es, wenn er es schafft, die Bienenkönigin umzusetzen. Dann muss er nur noch die Kiste stehen lassen, und die Bienen fliegen automatisch in die Box, um ihrer Königin nahe zu sein. 


Das geht aber nur, wenn der Schwarm sich im Grünen befindet. Wenn er einen Bienenschwarm mitten in der Stadt umsiedeln muss, dann kann er die Box nicht einfach stehen lassen, um sie am nächsten Morgen abzuholen. Er sprüht sie stattdessen mit etwas Wasser ein, damit sie nicht alle auf einmal in die Luft fliegen, und fegt sie mit einem Handfeger beispielsweise vom Fahrradsattel herunter.

Fahrradsattel, Autospiegel und Kühlerhaube

Ralf Heipmann versucht immer alle Bienen einzusammeln. "Spurbienen", die sich etwas weiter von ihrem Netz entfernen, kommen manchmal erst zu einem späteren Zeitpunkt wieder. Manchmal erst dann, wenn der eigene Bienenstamm schon weg ist. Dann bleibt ihnen nichts anderes übrig, als bei einem anderen Insektenvolk aufgenommen zu werden. Sonst droht ihnen der Tod.