Esslingen ist eher spießig. Und viele junge Esslinger wollen mehr urbane Freiräume. Dafür gibt es jetzt das Projekt "Tante Gerda", um bei der Stadtentwicklung mitzumischen. Maren Alsch ist Projektkoordinatorin und erzählt von der revolutionären Tante.

Esslingen liegt in Baden-Württemberg, nahe Stuttgart. Knapp 90.000 Einwohner. Eine beschauliche Kleinstadt. Und eher spießig, sagt Maren Alsch. Die 24-Jährige ist Sozialpädagogin und Projektkoordinatorin von "Tante Gerda".

Das ist ein Projekt zur Stadtentwicklung. Gefördert wird das Ganze im Rahmen vom "Jugendforum Stadtentwicklung", ein Projekt vom Bundesumweltministerium, das sich auch um alle Fragen des Baus kümmert. Das Jugendforum findet regelmäßig seit 2009 statt.

Stadtentwicklung mitgestalten

"Junge Leute werden eher als Störfaktor wahrgenommen", sagt Maren. Die Frage ist also, wie lässt sich öffentlicher Raum in urbanen Freiraum wandeln. Deshalb wollte man eine revolutionäre Tante kreieren, eine "Tante Gerda", die auch junge Menschen mag, so Maren.

Ein Errungenschaft von "Tante Gerda" ist zum Beispiel ein Stadtstrand. Dieser Badestrand wurde am Stadtrand von Esslingen eröffnet, direkt am Neckar. Dort finden Workshops und Konzerte statt, man kann auch einfach rumhängen. Im Rahmen der Workshops versuchen Maren und ihre Kollegen herauszufinden, was man noch alles ändern könnte in Esslingen.

Ein Seniorentaxi, der besonderen Art

Eine Idee, die aber noch am Anfang steht, ist ein Seniorentaxi. Ältere Menschen bringen junge Menschen früh am Morgen, nach der Party, mit dem Auto sicher nach Hause. Dafür helfen diese, nach dem Ausschlafen, bei anderen Alltagsdingen als Dankeschön. "Tante Gerda" sitzt noch an vielen anderen Ideen.