Fans, die ihre Helden huldigen und einen eigenen Film drehen, gibt es immer wieder. Die Arbeit zweier Filmstudenten aus Aachen aber hebt sich von anderen Produktionen ab: Ihr Abschlussfilm "Darth Maul" ist eine brillante Hommage an Star Wars – und ein viraler Hit. Hollywood soll auf die beiden Talente schon aufmerksam geworden sein.

Über zwei Jahre haben die beiden Filmstudenten der FH Aachen Vi-Dan Tran und Shawn Bu an ihrem Abschlussfilm gearbeitet. Seit Anfang März steht der Film im Netz und hat bereits über sieben Millionen Klicks. Mehr Erfolg geht nicht. Ob es da nicht schon Jobangebote aus Hollywood gegeben hat, will DRadio-Wissen-Moderator Thilo Jahn Wissen:

"Wir haben ein paar Anfragen von Agenturen bekommen, die daran Interesse haben, uns kennenzulernen"
Vi-Dan Tran und Shawn Bu, Regisseure

Mit "Darth Maul: Apprentice" wollten Vi-Dan Tran und Shawn Bu einen eigenen Star Wars Film machen – für sich und vor allem für die Fans. Im Mittelpunkt steht der Bösewicht Darth Maul: "In erster Linie ist es ein Prequel zum Prequel von Star Wars: Episode I - der einzige Film, in dem Darth Maul eine Rolle gespielt hat. Uns kam die Figur viel zu kurz und wir fanden die sehr cool.“

Über 18 Tage wurde gedreht, die Produktionskosten lagen im fünfstelligen Bereich. Viel Geld für junge Studenten, die den Film mit jeder Menge Ersparnissen größtenteil selbst finanziert haben.

Ohne Freunde kein Film

"Die größte Herausforderung für den Film war, die ganze Produktion erst mal in Gang zu kriegen und vor allem auch die Motivation aufrechtzuerhalten, das Ding vorwärts zu treiben, so die Filmemacher.

Ohne die Unterstützung und Beteiligung vieler Freunde wäre das Projekt undenkbar gewesen. Fast alle der Beteiligten haben für "Darth Maul" ihre Freizeit geopfert. Nur die Rolle einer Jedi-Ritterin wurde gecastet. Geschrieben und produziert wurde der Film von Shawn, für die Regie und Choreografhie der Actionszenen, die einen großen Teil des Films ausmachen, war Vi-Dan Tran verantwortlich.

"Mit Shawn saßen wir sehr lange dran und haben überlegt, wie der Kampf dramaturgisch aufgebaut sein soll, die Bewegungen und vor allem auch die Kamerawinkel"
Vi-Dan Tran, Regisseur

Wie die großen Filmstudios und Rechteinhaber zu der Produktion stehen, das war schon ein kleines Risiko für die beiden Jungregisseure. Probleme gab es bisher keine und das wird hoffentlich auch so bleiben. "Darth Maul" ist ein Fanfilm - mit viel Herzblut, für Fans und nicht für Geld. Unterstützung für solche Projekte kommt direkt aus Hollywood, so zum Beispiel von Star-Wars-Regisseur J.J. Abrams: "Fans, macht Fanfilme. Wir finden das super."