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Vieles, was wir kaufen möchten, kostet aktuell mehr als sonst. Etlichen Industrien fehlen die Rohstoffe, um die Waren herzustellen. Nach einer eingeschränkten Produktion durch die Coronavirus-Pandemie kommen sie der hohen Nachfrage nicht hinter her.

Die Bohnen aus der Dose und die Tomatensoße aus dem Glas können momentan teurer sein. Grund dafür ist ihre Verpackung: Denn gerade trifft ein Mangel an Rohstoffen - zum Beispiel an Stahl - auf eine hohe Nachfrage.

In einer Umfrage des Ifo-Instituts haben etwa zwei Drittel der befragten Unternehmen aus der Industrie angegeben, von der Rohstoffknappheit betroffen zu sein. Als Folge steigen die Preise – für die Produzenten und letztendlich für die Verbraucher*innen.

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Dosen und Deckel von Lebensmittelkonserven zum Beispiel sind laut dem Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie (BOGK) um 30 bis 80 Prozent teuer geworden. Einen ähnlichen Anstieg sieht der Wirtschaftsverband auch auf Glasverpackungen zukommen, der wahrscheinlich den Preis für Kundinnen und Kunden beeinflussen wird, so der Verband.

Produktion war für steigende Nachfrage zu langsam

Anders als bei Holzprodukten, bei denen die Rohstoffknappheit schon seit einigen Wochen für längere Lieferzeiten und höhere Preise sorgt, verstärkt besonders die Coronavirus-Pandemie den aktuellen Mangel in der Verpackungsindustrie und auch im Bereich der Mobilität.

Fahrräder bis zu 15 Prozent teuerer

Für Fahrräder zum Beispiel rechnet David Eisenberger vom Zweirad-Industrie-Verband mit einem Preisanstieg von zehn bis fünfzehn Prozent. Viele Fahrrad-Hersteller etwa würden derzeit noch auf Bau- oder Ersatzteile warten, um ihre Räder fertigzustellen.

Wegen der Pandemie haben auch die Rohstoff-Lieferanten ihre Produktion eingedämmt. Als dann die Nachfrage schneller als gedacht wieder angestiegen ist, konnten sie nicht ausreichend Material nachliefern.

Logistik und Transport läuft nur langsam wieder an

Hinzu kommt ein Transport, der erst langsam wieder anläuft. Ähnlich wie die Rohstoff-Lieferanten haben auch die Reedereien ihre Kapazitäten auf den Containerschiffen an die Pandemie angepasst und verkleinert. Jetzt ist die Nachfrage nach Transporten zwar wieder gestiegen, aber es fehlt noch an genügend Containern und Platz auf den Schiffen. Das lässt die Kosten für den Transport der Waren wiederum steigen.

Die Container kosten aktuell rund das Zehnfache von ihrem üblichen Preis, sagt David Eisenberger. Das sind weitere Kosten, die in den Preis der Waren einfließen. Für Kundinnen und Kunden heißt es daher: warten und solange mit höheren Preisen rechnen.

"Wenn man früher für einen Leercontainer 1000 Euro bezahlt hat, ist es momentan teilweise das Zehnfache oder sogar mehr. Das sind Preise, die in den Produktionskosten mit einfließen."
David Eisenberger, Zweirad-Industrie-Verband