Heute ist die Nacht der Wünsche: Pro Stunde werden bis zu 130 Sternschnuppen über den Himmel jagen. Ihr könnt euch also verdammt viel wünschen. Aber warum wünschen wir uns eigentlich etwas - nicht nur bei Sternschnuppen.

Jedes Jahr im August könnt ihr besonders viele Sternschnuppen am Himmel beobachten. Heute Nacht (11.08.) zum Beispiel wieder. Also raus mit euch und wünschen. Aber warum wünschen wir uns etwas, wenn wir Sternschnuppen sehen?

Schon seit Jahrhunderten formulieren Menschen beim Anblick von Sternschnuppen Wünsche. Unsere Ahnen bestaunten sie und hatten auch ein wenig Angst vor ihnen.

"Man hatte eigentlich Angst. Um der Angst zu begegnen, hat man beispielsweise Segenswünsche gesprochen. Also etwas Positives dagegen gesetzt."

Doch bis heute haben wir das Ritual des Wünschens beibehalten, obwohl uns Sternschnuppen keine Furcht mehr einjagen. Warum eigentlich? Das Wünschen ist etwas Urmenschliches, sagt die Ritualforscherin Dagmar Hänel. Dahinter stecke die Ahnung der Menschen, dass es mehr gibt, als das, was wir mit unserem Verstand erfassen können.

Dabei ist das Wünschen auch ein sehr persönlicher und intimer Moment, sagt Hänel. Denn wir versuchen quasi mit einer höheren Macht etwas auszumachen. Das Wünschen hat damit auch etwas von einem Gebet oder einem Segenswunsch.

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