Für die, die nicht mehr nach Hause kamen, boten die Anwohner über Facebook Hilfe an. Unser Moderator Thilo Jahn hat mit dem Stockholmer Max Karlsson über die Stimmung nach dem mutmaßlichen Terroranschlag gesprochen. 

Nach dem mutmaßlichen Terroranschlag in der Drottninggatan, war der Nahverkehr in Stockholm nur noch sehr eingeschränkt nutzbar. Viele Anwohner boten kurz darauf Unterkunft und Schlafplätze bei Facebook an. Dieses "Sich an die Hand nehmen" und digital zusammenrücken wirkt typisch schwedisch, meint DRadio-Wissen-Moderator Thilo Jahn. 

"Stockholm ist eine einzigartige Stadt"

Max Karlsson findet das Zusammenrücken nicht unbedingt typisch schwedisch. Für den Anwaltsassistent ist es vielmehr eine Eigenschaft einer sehr weltoffenen und liberalen Gemeinschaft. Gestern Abend öffneten Schulen ihre Türen und boten Schlafplätze. Essen wurde dort kostenlos ausgegeben. Trotzdem ist eine solche Situation neu für Schweden, wie die Journalistin Thérèse Amneus bei DRadio Wissen erklärte.

Max Karlsson hat vor einem Monat den Twitter-Account des Schwedischen Instituts @sweden bespielt. Dort darf jede Woche eine andere Schwedin oder ein Schwede berichten, was gerade so los ist mit Land und Leuten.

"Polizei und Regierung machen einen guten Job."

"Am besten ist es weiterzumachen und nicht eingeschüchtert zu sein", meint Max Karlsson. Er war besonders beeindruckt davon, dass die Menschen zu allererst für einender da waren, sich gegenseitig Trost spendeten und zusammen standen.