Falschparker behindern den Straßenverkehr und sorgen für Unfälle, weil Engstellen entstehen. Die Initiative Clevere Städte will das jetzt ändern - und fordert härtere Strafen.

Wie tief Falschparker in Deutschland in die Tasche greifen müssen, ist von Kommune zu Kommune unterschiedlich - mehr als 40 Euro sind in den meisten Fällen jedoch nicht fällig. Der Initiative Clevere Städte ist das deutlich zu wenig.

"Das tut keinem wirklich weh, man rechnet sogar: Jawoll, Falschparken ist günstiger als sich ein Parkticket zu ziehen."

Forderung: Höhere Bußgelder

Die Initiative fordert daher in einer Online-Petition Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt auf, die Bußgelder für Falschparker auf EU-Niveau anzuheben. Das bedeutet:

  • 80 Euro für Falschparken auf dem Rad- oder Gehweg
  • 100 Euro für Parken in der zweiten Reihe
  • 130 Euro für das unberechtigte Parken auf einem Behindertenparkplatz - plus ein Punkt in Flensburg
"Nur der Punkt in Flensburg führt letztlich dazu, dass die Leute endlich dazulernen und nicht mehr andere behindern und ein bisschen mehr Rücksicht an den Tag legen."
Heinrich Strößenreuther, Initiative Clevere Städte

Heinrich Strößenreuther von der Initiative Clevere Städte glaubt: Nur mit harten Strafen werden potenzielle Falschparker wirkungsvoll abgeschreckt. Hohe Bußgelder seien gerechtfertigt, da Falschparker eine ganze Reihe anderer Verkehrsteilnehmer behinderten: nicht nur Radfahrer, sondern eben auch Eltern mit Kinderwägen, Menschen im Rollstuhl, Feuerwehrleute, Rettungssanitäter oder auch Straßenbahnfahrer - etwa wenn auf Straßenbahnschienen geparkt werde.

Panzer vs. Falschparker

Die nächste Stufe nach höheren Bußgeldern wäre dann vielleicht das, was 2011 in Litauen passiert ist: Dort hat der Bürgermeister der Hauptstadt Vilnius persönlich in einem Panzer eine Oberklassen-Limousine überrollt, die im Parkverbot stand - das Ganze war allerdings gestellt.