Für einen Vorschlag der EU-Kommission, das Geoblocking zu lockern, hat es keine Mehrheit gegeben. Streamingdienste im EU-Ausland zu nutzen, wird im nächsten Jahr aber leichter.

Kennen wohl die meisten aus dem Urlaub oder von Reisen: Wenn wir in anderen EU-Ländern Streams vom Smartphone aus abrufen wollen, geht das nicht. Warum? Die Antwort heißt Geoblocking. Die Dienste sind dann einfach gesperrt, weil wir in einem anderen Land sind. 

Im Rechtsausschuss des EU-Parlaments ist heute über den Vorschlag abgestimmt worden, das Geoblocking zu lockern. Danach werden die Inhalte von Streaminganbietern im Ausland ab kommendem Jahr verfügbar sein. Zumindest dann, wenn ich mich dort nur eine gewisse Zeit aufhalte wie zum Beispiel im Urlaub. 

Geplant ist außerdem, das Geoblocking in den Mediatheken der Sendeanstalten zu lockern. Diese Pläne sind Teil der Strategie zum digitalen Binnenmarkt. 

Das waren die Positionen:  

  1. Contra: Filmproduzenten sagen: Eine Abschaffung würde ihre Einnahmequellen- und sogar neue Produktionen gefährden. (Diese Position erhielt Unterstützung von Konservativen und Liberalen.) 
  2. Pro: Die Öffentlich-Rechtlichen sagen: Wir wollen unsere Mediatheken öffnen, weil das auch Arbeit, Geld und Ärger mit der ganzen Rechteklärung spart.

Eine Mehrheit für die vollständige Abschaffung des Geoblockings gab es in diesen Bereichen damit heute also nicht.