Noch sind in deutschen Studentenwohnheimen keine Flüchtlinge untergebracht. Viele Studentenwerke versuchen allerdings zu helfen, indem sie Mensaessen an Flüchtlingsunterkünfte ausliefern.

Momentan kommen tausende Flüchtlinge nach Deutschland, die langfristig in vernünftigen Wohnungen unterkommen müssen - Turnhallen und Zelte sind schließlich keine Dauerlösung. Kommunen und Länder sind also auf der Suche und nehmen Kontakt auf zu denen, die viele Wohnungen haben - zum Beispiel zu Studentenwerken.

Helfen, wo es geht

Laut Achim auf der Heyde vom Deutschen Studentenwerk gab es bislang sowohl in Nordrhein-Westfalen als auch in Sachsen entsprechende Anfragen - bislang seien allerdings noch in keinem der 190.000 Studentenwohnheim-Plätze bundesweit Flüchtlinge untergebracht worden. Mit einer Durchschnittsmiete von 230 Euro pro Monat seien diese Plätze gerade in Unistädten mit angespannter Wohnungsmarktsituation auch unter Studenten begehrt, sagte Achim auf der Heyde gegenüber DRadio Wissen.

"Die Situation wird dadurch verschärft, dass 80 Prozent der Studiengänge zum Wintersemester beginnen und neben Flüchtlingen eben auch Studenten unterzubringen sind. Wir wollen die Gruppen aber nicht gegeneinander ausspielen."
Achim auf der Heyde, Chef des Deutschen Studentenwerks

Viele Studentenwerke unterstützen in Deutschland ankommende Flüchtlinge derzeit, indem sie Essen aus ihren Uni-Mensen oder Cafeterien an Flüchtlingsunterkünfte liefern. Der Bund stellt außerdem die Mittel für 2400 zusätzliche Plätze für Flüchtlinge an sogenannten Studienkollegs bereit - um ihnen den Einstieg in ein Studium zu ermöglichen.

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