Gleich neben uns ist eine Supernova explodiert. Das war nur 300 Lichtjahre entfernt, für Astronomen ein Katzensprung. Zum Glück ist nicht viel passiert.

Unser Vorfahre, der Homo Erectus, hat sie kommen sehen. Eine Supernova. Das ist, wenn ein Stern explodiert. Astrophysiker aus mehreren Ländern haben jetzt errechnet, wann und wo zuletzt Sterne in der Nähe der Erde explodiert sind. Und das war praktisch um die Ecke: nur 300 Lichtjahre entfernt. Das ist extrem nah. Die letzte, von der Erde aus sichtbare Supernova, hatte Johannes Kepler 1604 beobachtet und die war immerhin über 100.000 Lichtjahre weit weg.

"Die fetten Sterne sind die die als erste explodieren. Ohne die wären wir nicht."
Der Berliner Astrophysiker Dieter Breitschwerdt gehört auch zum Forscherteam

Die kosmische Explosion hat dann auch ordentlich radioaktives Material ins Universum geschleudert - auch auf die Erde. Zum Beispiel Gestein, in dem das Eisenisotop 60Fe vorkommt. Das ist ein radioaktives Eisenisotop, das auf der Erde natürlicherweise nicht entstehen kann - aber eben doch da ist. Die Messung solcher Isotope lässt Rückschlüsse auf das Alter des Gesteins zu. So konnten die Forscher den ungefähren Zeitpunkt der Explosion errechnen.

Kein großer biologischer Schaden

Zum Glück hat die Erde durch die Explosion nichts weiter abgekriegt, meinen die Wissenschaftler. Auffällig ist allerdings, dass die letzten Vereisungsphasen der Erde in genau diesen Zeitabschnitt fallen.