Google ist die meistgenutzte Suchmaschine. Vor 25 wurde die Domain von den Gründern Larry Page und Sergey Brin registriert. Social Media Plattformen wie Tiktok oder Instagram könnten die Vormachtstellung des Internetkonzerns allerdings brechen.

Tausende Suchanfragen weltweit bearbeitet Google pro Sekunde. Was wir im Netz wahrnehmen, wird von dem Alphabet-Tochterunternehmen – zu dem die Suchmaschine seit 2015 gehört – sozusagen strukturiert.

Vor einem Vierteljahrhundert hoben die Informatiker Sergey Brin und Larry Page Google aus der Taufe. Der damalige Stanford-Student Larry Page registrierte die Domain google.com im September 1997. Im Netz finden wir heutzutage innerhalb von Sekunden Antworten auf unsere Fragen. Das Netz – wie wir es heute kennen – funktioniert nur, weil Google damals begonnen hat, Informationen zu ordnen und zugänglich zu machen.

"Ohne Google gäbe es kein Netz, denn das wäre einfach nur ein undurchdringlicher Dschungel. Dank des Google-Suchalgorithmus waren alle Informationen auf der Welt plötzlich geordnet und für alle zugänglich."
Martina Schulte, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Geschäftsmodell von Google

Dass Google für User*innen kostenlos ist, liegt an der Vermarktung der Suchergebnisse. Denn mit kleinen, personalisierten Anzeigen im Umfeld der Suchanfrage verdient Google Geld.

Wenn wir auf einen sogenannten Sponsored Link bei einer Suche klicken, fließt Geld an Google in Kalifornien. Als Suchmaschine hat der Konzern praktisch ein Monopol.

Werbung, Werbung, Werbung

Diese Art der Finanzierung durch Werbung ist Grund, warum Google zwar immer noch das Internet dominiert, aber eben nicht länger eine tolle Suchmaschine ist", meint Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Martina Schulte. Um die eigentlichen Suchergebnisse zu sehen, müssen wir meist eine halbe Seite runterscrollen, weil die obere Hälfte mit Anzeigen vollgepackt ist.

Die ersten Treffer seien häufig von wenig vertrauenerweckenden Links bevölkert. Für Nutzerinnen und Nutzer ist das schlecht – für Google zahlt sich die Politik jedoch aus.

Zuletzt hat das Unternehmen mehr als 56 Milliarden Dollar mit Werbeerlösen erzielt. An der quasi-Monopolstellung von Google gibt es immer wieder Kritik – und auch Klagen. Zum Beispiel werfen verschiedene Medienhäuser Google die Zerstörung ihrer Geschäftsgrundlage durch die Vermarktung von Nachrichten vor.

Klagen gegen Google

Seit 2017 verhängte die Europäische Union (EU) bei drei Klagen bereits Strafen in Höhe von mehr als acht Milliarden Dollar gegen Google wegen unfairem Wettbewerb bei der Shopping-Suche. Außerdem behinderte der Konzern in dem für Smartphones bereitgestellten Betriebssystem Android die Suchmaschinen-Werbung anderer Anbieter.

Nicht nur in der EU wächst der Unmut gegen den Online-Such-Riesen. Auch die US-Politik nahm Google schon ins Visier wegen einer möglichen Wettbewerbsverzerrung mit illegalen Mitteln. Weltweit sehen Datenschützer den Konzern kritisch, weil Google alles speichert, was wir im Netz bei den verschiedenen Alphabet-Diensten eingeben

Meistgenutzte Suchmaschine trotz Datenkrake

Eigentlich wissen Nutzer*innen, dass Google Geschäfte mit Daten macht. Dennoch ändert das wenig am Surfverhalten: Die Zahl der Google-Suchanfragen nimmt weiter konstant zu.

Damit könnte bald Schluss sein, weil immer mehr Leute lieber visuelle Antworten auf Fragen wie "wo gibt es gutes Mittagessen?" wollen. Nutzer*innen, die zwischen 1995 und 2010 geboren sind, suchen deswegen lieber bei Tiktok oder Instagram, weil es da "visuelle Inhalte und keine ollen Listen gibt", sagt Martina.