Quinoa wurde früher vor allem in Peru und Bolivien angebaut, die Exportmengen waren gering. Mittlerweile wird Quinoa auch in anderen Ländern geerntet - und die Preise sinken. Eine Katastrophe für die Andenbauern.

Quinoa gilt als das Superfood. Darum ist es auch schon einmal ziemlich teuer gewesen. Das Kilo kostete zwischen 5,40 und 6,30 Euro. Der Grund dafür: Die Anbaugebiete waren klein. Das hat sich geändert. Rund 50 Länder bauen mittlerweile Quinoa an, ein Fuchsschwanzgewächs, und das unter besseren Bedingungen als die Bauern in den Anden sie vorfinden.

Sie arbeiten auf kargen Böden in hohen Höhen und ernten in Handarbeit. "Jetzt hat sich der Anbau ausgebreitet in Regionen, wo es möglich ist, Quinoa in industriellem Maßstab zu produzieren", sagt DRadio-Wissen-Reporterin Jule Reimer. Mittlerweile verarbeitet sogar McDonalds Quinoa in seinen Veggieburgern.

Mit dem industriellen Anbau ist der Preis für ein Kilo Quinoa von 6 Euro auf 1,80 Euro pro Kilo gesunken. Für diesen Preis lohnt sich der Anbau für die Andenbauern nicht mehr.

"Die Andenbauern bräuchten mindestens ein Viertel mehr, so um die 2,30 Euro pro Kilo, damit sich der Anbau lohnt."
Jule Reimer, DRadio Wissen

Wer Quinoa essen und damit die Andenbauern unterstützen möchte, sollte Fairtradeprodukte wählen.

Alternativen zu Quinoa

Es gibt auch Alternativen zu Quinoa. Dazu gehören eiweißreiche und glutenfreie Lebensmittel wie:

  • Reis
  • Mais
  • Amaranth - am besten aus europäischem Anbau
  • Hirse
  • Buchweizen
"Buchweizen wird in Pfannkuchen verwendet und gibt einen kräftigen Geschmack. Das kommt aus Frankreich, Russland und der Ukraine. Da sind die Transportwege schön kurz."
Jule Reimer, DRadio Wissen