Es ist schon ein paar Jahre her, dass ein Vollmond so nah an uns ran kam. Zuletzt 1948. Nun ist es wieder so weit.

Unser Mond ist 29 Tage um die Erde unterwegs. Auf seiner Umlaufbahn entfernt er sich knapp 14 Tage lang von der Erde, bevor er ihr zwei Wochen später wieder maximal nahe kommt. Weil seine Laufbahn dabei nicht kreisrund ist, sondern elliptisch, ist der Abstand zur Erde nicht immer gleich. Sichtbar wird der Entfernungsunterschied auf seinem Weg besonders bei Vollmond. Wenn er dann fast die Erde küsst, ist es soweit: Supermond.

Je näher, desto mehr Anziehungskraft

Gemeinsam mit der Sonne sorgt der Mond für die Gezeiten - für Ebbe und Flut. Manche Leute glauben deshalb, dass er auch unser Blut bewegt. Zum Glück gibt es statistisch aber keinen erkennbaren Zusammenhang zwischen Mensch und Mond, erklärt DRadio-Wissen-Reporterin Verena von Keitz: "Es treten weder mehr Komplikationen bei Operationen auf, noch werden bei Vollmond mehr Kinder geboren."

"Wir Menschen suchen immer nach Mustern und nach Erklärungen, wenn da der Mond gerade passt als Auslöser von irgendwas, dann nehmen wir den gern."
Verena von Keitz, DRadio Wissen

Die Wirkung des Mondes auf unser Leben wird insgesamt überschätzt, sagt Verena von Keitz: "Es ist echt sehr lustig, was schon alles untersucht wurde." Trotzdem bleibt ein dicker runder Vollmond in einer glasklaren Nacht ein beeindruckendes Ereignis. Ob wir heute Abend wirklich bemerken, dass der Supermond größer ist als andere Vollmonde, wird sich zeigen.

"Stand der Forschung ist: Der Mond hat keinen Einfluss auf unseren Schlafrhythmus."
Verena von Keitz, DRadio Wissen