Ein Forscherteam hat Satellitenbilder von Syrien bei Nacht ausgewertet. Im Zeitraffer betrachtet ergibt sich so ein Bild des Schreckens.

In den fast vier Jahren, die der Bürgerkrieg in Syrien bereits andauert, sind zwischen 200.000 und 220.000 Syrer getötet worden - zehn Prozent der Gesamtbevölkerung. Zusätzlich sind momentan drei Millionen Menschen auf der Flucht. Eine Auswertung von nächtlichen Satellitenaufnahmen Syriens belegt jetzt eindrücklich, wie stark der Krieg die Infrastruktur des Landes zerstört. Seit März 2011 ist die Zahl der sichtbaren Lichter um durchschnittlich 83 Prozent gesunken.

Regionen die von den Bomben und Raketen verschont geblieben sind, gibt es nicht. Städte im Süden nahe der israelischen Grenze wie die Hauptstadt Damaskus sind zwar nicht so stark betroffen, aber immerhin um 35 bis 50 Prozent dunkler, als vor dem Bürgerkrieg. Am schlimmsten ist es im Norden in der Nähe der türkischen Grenze, wie in etwa der äußerst hart umkämpften Stadt Aleppo. Hier ist nachts zu 97 Prozent das Licht aus.