Unter den Dinosauriern gilt der Tyrannosaurus Rex als König. Laut den Studienergebnissen von US-Forschenden waren die jeweiligen lebenden Populationen aber vergleichsweise klein.

Der Tyrannosaurus Rex ist einer der bekanntesten Dinosaurier. Auch die Wissenschaft hat sich den Fleischfresser schon genauer anschauen können, weil es von ihm vergleichsweise viele Fossilien gibt.

Was bislang offen war, ist, wie viele Exemplare des Dinosauriers vor rund 66 Millionen Jahren in Nordamerika gelebt haben. Forschende der University of California wollen es jetzt herausgefunden haben und schätzen, dass es die jeweils lebenden Populationen ungefähr 20.000 ausgewachsene Tyrannosaurus Rex umfassten.

Ein T-Rex pro 110 Quadratkilometer

Demnach bewohnte ein Exemplar des Fleischfressers durchschnittlich etwa 110 Quadratkilometer. Auf einer Fläche wie Berlin hätten also acht solche Dinosaurier leben können, auf Sylt nur einer, erklärt Deutschlandfunk-Nova-Reporter Klaus Jansen. Verglichen mit den Raubtieren, die es heute gibt, war die T-Rex-Population eher klein.

"So ein sehr großer Raub-Saurier, der braucht einfach Platz. Kleine, leichte Pflanzenfresser kann es dagegen vergleichsweise viele geben."
Klaus Jansen, Deutschlandfunk Nova

Die Populationsdichte haben die Forschenden mit einer speziellen Formel berechnet, die es für Tierarten gibt. Dafür brauchten sie Angaben darüber, wie groß das Tier ist, wie viel Energie es braucht, was es frisst und wie schwer es ist. Beim T-Rex war das einigermaßen bekannt. Es zeigte sich: Mit einer Größe von 13 Metern und einem Gewicht von neun Tonnen beanspruchte der T-Rex vor allem Platz. Im Umkehrschluss bedeutet das, in einem Gebiet kann es nur eine begrenzte Anzahl von ihm gegeben haben.

Zwischen 1.300 und 328.000 Exemplare möglich

Die Forschenden weisen auch darauf hin, dass es sich bei den 20.000 Tyrannosaurus-Rex-Exemplaren um einen Durchschnittswert handelt. Möglich sei, dass es zur gleichen Zeit zwischen 1.300 und 328.000 Exemplare von ihm gab. Nach 66 Millionen Jahren sei das Studienergebnis vielmehr eine erste Annäherung als ein absoluter Wert.

Für die gesamte Zeitspanne würde das bedeuten: Haben über die zweieinhalb Millionen Jahre, in der der Tyrannosaurus Rex lebte, immer rund 20.000 Exemplare seiner Art gelebt, beläuft sich das für die Kreidezeit insgesamt auf einen Durchschnittswert von 2,5 Milliarden Exemplaren. Beim Menschen gehen die Forschenden von einem Wert von 100 Milliarden aus, mit einem starken Anstieg in den letzten Jahrzehnten. Der T-Rex soll sich hingegen gleichförmiger entwickelt haben.