Eine Woche war Anky mit Meeresbiologen und Wissenschaftlern auf den Azoren. Jeden Tag ging es aufs Schiff zum Walforschen. Viel Arbeit, wenig Freizeit, aber Bilder fürs Leben.

Anky war schon immer Fan von Tierdokus. Kann sie sich stundenlang ansehen. Als sie unseren Tapfertypentest hier bei DRadio Wissen gewonnen hat, wusste sie aber gar nicht, worauf sie sich einlässt, sagt sie. Im Nachhinein. Aber bereut hat sie nichts. Im Gegenteil.

Viele Meerestiere hat Anky gesehen. Viele Delfine. Die kommen immer als Delfinschule, mehrere hundert sind da gemeinsam unterwegs. Ein wahnsinnig tolles Bild. Aber nicht alle Delfine springen aus dem Wasser, so wie man sich das vorstellt. Die sind halt auch verschieden, sagt Anky. Am häufigsten hat sie aber Wale gesehen. "Dafür waren wir ja auch unterwegs." Das beeindruckendste war für die 27-Jährige, den Pottwalen beim Sprechen zuzuhören.

"Die Klicken. Das ist ein ganz schnelles Klicken. Das klingt wie Popcorn, wenn es zerplatzt."
Tapfertyp Anky Brandt, 27 Jahre

Der Tag von Anky war sehr genau durchstrukturiert. Morgens gab es um 7:30 Uhr Frühstück. Danach ging es direkt aufs Schiff, um pünktlich um 9:00 Uhr ablegen zu können. Arbeit gab es viel.

Hand mit einem GPS-Gerät
© Brandt
Viel Zeit geht für das Eintagen von GPS-Daten drauf

Es mussten GPS-Daten eingetragen werden, es mussten Fotos gemacht werden und es musste Ausschau gehalten werden. Klingt trivial, ist aber wichtig, wenn man auf der Suche nach Walen ist. Tatsächlich hat das Ausschauhalten Anky am meisten Spaß gemacht.

Walforschung ist kein Urlaub

Zwischendurch gab es mal Zeit, sich ein Brötchen zu holen, sagt Anky, aber mit einem Buch entspannt in die Sonne legen - Fehlanzeige. Mit an Bord war unter anderem die Forscherin Lisa Steiner. Sie ist spezialisiert auf Pottwale auf den Azoren. Von ihr hat Anky gelernt, dass jeder Pottwal an seiner individuellen Flosse erkennbar ist. Die Flossen sind wie ein eigener Fingerabdruck, so Anky.

Frau mit einem Delphin-Schild in der Hand.
© DRadio Wissen | Sitzler
Tapfertyp Anky war eine Woche auf dem Forschungsschiff

Die Arbeit der Forscherin hat sie sehr beeindruckt. Auf die Frage, ob sie sich so ein Forscherleben für sich vorstellen könne, antwortet Anky nicht sofort. Sie überlegt. Lange. Und kommt zu dem Schluss, es sei ein sehr bewundernswertes Leben. Sie selbst kehrt aber nach diesem Abenteuer auch gerne wieder zurück nach Berlin.


Mehr über Anky und die Wale

  • Anky und die Wale | Ankys Bericht vom Forschungsschiff, von wo aus sie Wale, Delfine und Schildkröten erforscht hat.